faßten Punkte und die Auslegung, die man ihnengeben soll, auszusprechen.
Der russische Botschafter erklärt, daß seine Re-gierung ebenfalls der Meinung sei, die Versammlungüber gewisse Punkte zu befragen.
Es wird beschlossen, daß Graf Mensdorff und GrafBenckendorff so bald als möglich Sir Edward Grey und ihren Kollegen die verschiedenen Punkte, die zueiner Diskussion Anlaß geben können, mitteilen sollen.
Sir Edward Grey bemerkt, daß auf jeden Fall dieKundgebung an die serbische Regierung nicht von derEinigung über einige Punkte, die noch nicht genügendbeleuchtet sind, abhängen darf.“ Lichnowsky.
AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG
B ei der heutigen Sitzung wurde zunächst die Insel-frage besprochen, wobei Marquis Imperiali nach-folgende Erklärung abgab:
„Die Regierung Seiner Majestät ist durch die Be-stimmungen des Vertrages von Lausanne gebundenund verpflichtet, die von den königlichen Truppen be-setzten Inseln zur Verfügung der ottomanischen Re-gierung zu halten.
Die Regierung Seiner Majestät glaubt infolgedessennicht, an der Besprechung zwischen den Mächten überdas Schicksal der besagten Inseln teilnehmen und sichden eventuellen Schritten anschließen zu können, diedie Mächte bei der Hohen Pforte etwa unternehmen,um ihr die gefällte Entscheidung mitzuteilen.
Bei dem Interesse aller Mächte an der Erhaltungder Unversehrtheit des ottomanischen Kaiserreichsund der Sicherheit seiner Provinzen der asiatischenTürkei zweifelt die Königliche Regierung nicht, daß
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