könne. Dies sei eine sehr ernsthafte Entscheidung under müsse über diese Angelegenheit den Premier-minister und seine Kollegen im Kabinett befragen. Erwünsche in der Lage zu sein, bestimmt erklären zukönnen, ob Großbritannien bei der Empfehlung anGriechenland , eine Abmachung der Mächte an-zunehmen, wenn nötig, hinzufügen könne, daß Griechen-land die Folgen einer Weigerung, diese Abmachunganzunehmen, ins Auge fassen müsse, oder ob im Ge-genteil Großbritannien erklären müsse, daß es sichan der vorgeschlagenen Abmachung nicht beteiligenkönne.
Der französische Botschafter sagt, seine An-weisungen erlaubten ihm nicht, sich dem Vorschlagdes österreichisch-ungarischen und des italienischenGesandten anzuschließen, besonders was die Zuteilungvon Koriza an Albanien betreffe. Er behält sich vor,seine Regierung zu *befragen.
Der österreichisch-ungarische und der italienischeBotschafter erklären es für unmöglich, ihren Vor-schlag abzuändern." Lichnowsky.
AN DEN STAATSSEKRETÄR DES AUSWÄRTIGEN AMTES VON JAGOW London, 12. 6. 1913
I ch versuchte gestern in der Botschafterversamm-lung den Standpunkt unserer Verbündeten zu unter-stützen, indem ich, wie berichtet, gleich zu Anfangerklärte, daß ich den Zusammenhang zwischen derInsel- und der südalbanischen Frage, auf den Italien sogroßes Gewicht legt, anerkennen und den Wünschenunserer Verbündeten hinsichtlich Südalbaniens bei-pflichten wolle. Ich habe mich angesichts der Stellung-nahme des Kaisers, die auch hier allgemein bekannt
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