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glaube ich, habe ich damit bereits genug gesagt. — Nein, dasReich ist nicht nur einmal auf das direkte Gebiet gegangetn,sondern es ist mit der Zuwachsbesteuerung dauernd auf das direkteGebiet gegangen, und wenn es nach dem Willen der Herren aufder Linken gehen würde, würde es auch mit so starken Besteue-rungen, wie sie hier vorliegen, dauernd auf dem direkten Gebietebleiben. Das ist gerade das, was die verbündeten Regierungennicht wünschen und was die verbündeten Regierungen zu verhin-dern wissen werden. Die direkte Besteuerung, die hier vorgesehenist, steht — das wiederhole ich — zu der indirekten in einer,Proportion, wie das nur selten oder überhaupt kaum jemals imReiche der Fall war.
Dabei kommt in Betracht, dass die indirekte Besteuerungselbst diesmal so aufgebaut ist, dass niemand behaupten kann,es würden vorzugsweise die breiten Massen der Bevölkerungdavon betroffen. — Ich wiederhole: die Steuern sind diesmal soaufgebaut, dass niemand mit gutem Gewissen behaupten kann,dass vorzugsweise die grossen Massen der Bevölkerung davonbetroffen werden. Das ist weder bei der Post der Fall, noch istdas bei dem Umsatzstempel, noch auch beim Frachturkunden-:Stempel der Fall, nicht einmal beim Tabak. Auch beim Tabakist s'o differenziert, dass die teureren Sorten eine entsprechendhöhere Belastung erfahren. — Allerdings, Herr Abgeordneter Vogt-herr, ich glaube, mich zu erinnern, dass Sie in der Kommissionden Antrag auf Abschaffung des Wertzolles gestellt hatten. Dannwürde die Tabaksteuer eine starke Belastung der minderbemitteltenKlassen bedeuten. — Nein, meine Herren. Mein Gedächnis istgut. Herr Vogtherr hat angeregt, den Wertzbll abzuschaffen, ,—oder war es Herr Antrick — darin kann ich mich irren. (Unruhebei den Sozialdemokraten.) Wenn Sie sich beruhigt haben, werdeich weiter sprechen.
Die Verkehrssteuern, von denen so viel Wesens gemacht wordenist, werden nach meiner Ueberzeugung von der deutschen Volks-wirtschaft, leicht getragen werden jetzt während des Krieges und erstrecht nach dem Kriege. Speziell bei der Post dürfen Sie jedochdas eine nicht übersehen, dass für die grosse Masse der Be-völkerung, deren Angehörige draussen im Felde stehen, der Vorteil
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