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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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DAS GESCHLECHT GÄNSFLEISCH. I. DIE LINIE DES ERFINDERS.

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feits, mit Herrn Heinsen z. Jungen, andrerfeits, über alle Zweiung, Anfprache u. f. w.(Köhler, E. G., S. 79). Der Streit (cheint (ich auf eine Erbauseinanderfetjung über den Efel-weckfchen Nachlaß zu beziehen, da auch der gleichnamige Vater des Heim? z. Jungen,Schultheis zu Oppenheim (*j* 1366), in er(ier Ehe mit Grede zu dem Efelwecke verhei-ratet gewefen war (Baur , Heff. Urk. III, N. 1292). Nefe könnte etwa als Witwe inzweiter Ehe den Witwer Pedirman z. G. geheiratet haben. Das i(i das letzte fichereVorkommen Peters, der, wie fein Vater, fehr alt geworden fein muß. Peter war alfozwei Mal verheiratet. Zuerß mit einer früh verdorbenen Grede (zum Bechtolfmünzer?Siehe bei 110 u. 11, 1373 u. 79), die 1355 einen Sohn hatte; dann aber mitNefa,TochterPetermans zum Efelweck. Nefaz. Jungen, Petermanszum G. Witwe, lebte noch 1386,wo fie mit ihrer Tochter Grede zum G. dem Predigerklofter zu Mainz eine Rente voneiner Mark Geldes ftiftete (z. Jungen, F. G. Chr. III, f. 394). Im felben Jahre aber mußfie geftorben fein. Denn das Predigerkloßer quittirte am 30. Januar 1386 der erbarenFrau Grete z. G., Bürgerin zu Mainz , wegen einer Mark ewigen Geldes, um damit dasJahrgezeit ihrer leiblichen Mutter felig, Nefen z. Jungen, zu begehen. (Zum Jungen,Rothbuch, S. 133). Das Todtenbuch der Dominikaner gibt nur über eine Nefe zum jungenzum 31. März Auskunft: Domine Nefe, uxor domini Thilmanni zum Jungen. DerGrabßeinzeigte die Schilder der z. Jungen und Gänsfleifch (Bockenheimer, Beiträge z. Gefch. d.St. Mainz IV, S. 22, und mein Auffat} im Archiv f. Heff. Gefch. u. Altertumskunde XV,S. 352). Nese (cheint alfo in erfter Ehe einen entfernten Vetter aus ihrem Gefchlechtgeehelicht zu haben. Da Friele, der Sohn aus der zweiten Ehe, 1356 bereits verheiratetwar, fo müßte Nefe ca. 1330 zur zweiten Ehe geßhritten fein.

(15) FRIELEz. G., Sohn Frieles (11). Bereits bei den feinen Vater betreffenden Belegenwurde ausgeführt, warum ein am 28. September 1348 vorkommender Ratsherr Frielez. G. ein Sohn des alten Friele gewefen fein muß. Er entflammte, der Wiederholung desTaufnamens halber, ficher aus andrer Ehe, als der Canonicus Friele (12). Friele fcheintnoch 1363 gelebt zu haben (Köhler, E. G., S. 79). Am 26. Juni 1364 wird dagegen einWeingarten im Kestrich erwähnt bei Frielen felgen z. G. (Baur , He(f. Urk. III, N. 1354.Doch wäre es denkbar, daß die Bezeichnung des Nebenliegers aus einer Vorurkundeentnommen wäre und fich noch auf den verftorbenen Vater bezöge).

(16) CLARA z. G., Tochter Frilos (11). Am 14. September 1342 wird Clare, FrielenTochter z. G., Nonne zu Dalen, in der Satsung der Cezilie zum Baumgarten bedacht(Schaab, E. B., S. 164).

(17) CLAS z. G., Sohn v. Friele (11), fiehe unter II1.

(18) KATHERINE z. G., Tochter Johanns (13).

(19) FRIELO z. G., Sohn desfelben. Wir kennen diefe Gefchwißer nur aus den Leib-gedingsverträgen, die fie.am 14. November 1337 über eine jährliche Fruchtrente von je25 Malter Rocken, gegen Zahlung von je 13772 Pfd. Heller, mit dem Stift St. Peter vorMainz abfchloffen. Sie werden in diefen Urkunden als Kinder ihres bereits verdorbenenVaters Johann, des Sohnes des Frilo z. d. G., bezeichnet (Schaab, E. B. II, S..155 und157; nach dem Mainzer Originale corrigirt laut Angabe des Herrn Dr. Heidenheimer).

(110) PETERMAN z. G., Sohn Petermans (14). Als Sohn erfter Ehe des Vaters mitfeiner Ehefrau Grede. wurde er bereits zum Jahre 1355 erwähnt (fiehe 14). Im Jahre1368 ift Herr Peder zum G. Baumeifter der Stadt Mainz (Schaab, E. B. II, S. 171). Im