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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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G. FRHR . SCHENK

(115) GREDE z. G., Tochter Frieles (15). Nach einer Urkunde von 1363 war ße dieGattin des Heinde zume Jugel und Tochter eines Friele z. G. zu Mainz (Köhler, E. G.S. 79). Es war wol ihr Sohn, der 1389 den Thurm in dem Weinberge befaß, der früherihrem Großvater Friele gehört hatte (Schaab, E. B. II, S. 181). Sießarb, nach ihrem Grab-ßein im Kreuzgang bei den Dominikanern, am 18. Juni 1366. Der Schild zu ihrer Linkenzeigte das Wappen der Gänsfleißh ohne Beizeichen (Fichard, G.G., v. Sorgenloch , A4).

(116) NESEz. G., vermuthlich Tochter Frieles (15). Wir kennen ße nur aus demTodten-buch der Dominikaner . Sie war mit Nicolaus Bodram verheirathet, und wol die Schwererder Wonne, die ausdrücklich als Tochter des Herrn Friele G. bezeichnet wird, und imGrabe des Junkers Bodram beigefetst wurde.

(117) WONNE(wol aus Wonnegardis gekürzt) G., Tochter Frieles(15)(Bockenheimer,Beiträge z. Gefch. d. Stadt Mainz , IV, S. 12. u. 18. Archiv.f. He[f. Geßh.u.A. XV, S. 351).

(118) JOHANN (Henne) G., Sohn Petermans (110). Am 25. Juni 1387 (teilt, nebenanderen Renten-Gläubigern der Stadt Wetzlar , auch Henne zum Genfefleißhe, Peter-mans seligen Son, Bürger zu Mainz , eine Quittung aus. Diefer Urkunde hängt feinSiegel an, das, ebenfo wie die Siegel feines Vaters und Großvaters, den Pilger im rundenSiegelfeld zeigt. Die Umßhrift des fehr kleinen Siegels faß ganz zerfrört. (Stadtarchivzu Weilar . Nach Mittheilung und Siegelabguß des Herrn Pfarrers Allmenröder zuOber-Biel). Es handelt (ich in der Urkunde offenbar um die bei feiner Mutter Gredichin,Pedermans feligen Witwe zum Genfefleißhe, erwähnte Forderung an die Stadt Wetßar(ßehe bei 110). Am 20. Mai 1389 gibt Frau Grede, Herrn Petermans Witwe z. G., vorGericht ihrem Sohne Henne die St. Jacobsbunde vor dem Gauthor auf. Er hat davondie Korngülte an St. Jacob zu entrichten, fowie 8 Pfd. Heller Leibgeding an Grede, feineeigene Tochter, Nonne zu St. Clara (Schaab, E. B. II, S. 180). Am 26. Juni 1392 erhieltHenneG. der Alte, Johan Berwolfes Eidam, feinen 3.Bannüber die 1389 erfolgte Abtretungdurch Frau Grede, Pedermans Witwe zum Genfefleifch, feiner Mutter. Dabei werdendie Beftimmungen zu Gunften feiner Tochter wiederholt (Schaab, E. B. II, S. 181). Ausdem Todtenbuche der Dominikaner bekannt, daß beide Eheleute in diefem Klofter bei-gefet^t wurden, fowie, daß feine Ehefrau, die Tochter J. Berwolfs, Kettergin hieß (Archivfür Hefßßhe Geßhichte und Alterthumskunde XV, S. 337 ff). Henne war alfo 1392 derAelteße der 4 oder 5 gleichzeitigen Familienglieder dieses Namens (123, II4 (?), II6,II10). Katharina kommt 1391 als feine Ehefrau vor (Schaab, E. B. II, S. 182). 1399 warJohann Baumeifter der Stadt Mainz (Fichard, G. G., v. Sorgenloch ©. Im Jahre 1405machte Henne G., zu feinem und feiner Aeltern Seelenheil eine Stiftung aus BingerGrundzinfen bei St. Stephan. Dabei wird erwähnt, daß er diefen Verzicht wegen feinerBrüder, Herrn Peter, Canonikus zu St. Stephan, und Gotjo, geleißet habe (Copialbuchv. St. Stephan im Darmft. Archive, N. 183. Nach Excerpten v. A. Wyß). Im Frühjahr1414 wird Henne als verftorben bezeichnet. (Ingelheimer Gerichts-Buch im DarmßädterArchive, Urk. N. 1809). Seine nächßen Erben ßheinen nach diefer Urkunde PeterGänsfleißh und Pedirchen zu Silberberg gewefen zu fein (ßehe bei II11, wo auch dieBeziehungen zu Peder Silberberg erörtert ßnd. Der Hof Gänsfleißh könnte, wenigßenstheilweife, auch aus der Erbfchaft Johans an P. Silberberg gelangt fein). Katharinafcheint bereits 1395, wo ße ein Legat an das Liebfrauenßift vermachte, verftorben zu fein(Seelbuch d. Stifts im Mainzer Stadtarchiv, f. 22). Katharina war, wie erwähnt, die

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