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Kreisarchiv) bezog Henne von der Stadt Mainz eine jährliche Leibgedingsrente von 48 fl.Im Jahre 1439 war Herr Johann Genßfleifch im Mainzer Stadtrat (Mainzer Bücherverfch. Inhalts im Würzb. Kreisarchive, N. 5 7 2 , f. 60. Nach Auszug v. A.Wyß). Audiim folgenden Jahre war Henne G. Ratgefelle der v. Mainz . Er hatte einen Reditsßreitmit dem Frankfurter Clas Hochhus, und war felbß auch damals in Frankfurt begütert(Frankfurter Stadtarchiv, Reichsfachen, N. 3818). Vom 28. Okt. 1443 ab vermiethete Ortzum Jungen dem Henne G. dem Alten feinen Hof zum Jungen zu Mainz auf 3 Jahre.In dem Schuldbuch des Ort zum Jungen iß nur die Zahlung für das erße halbe Jahrverzeichnet, die im Voraus beim Vertragsabschluß erfolgt war. Es fcheint alfo, als wennHenne während diefes halben Jahres verdorben fei (Köhler, E. G., S.67; verglichen mitdem Frankfurter Original, S. 231). Wenn eine Nachricht Fichards zum Jahre 1443 (G. G.,v. Sorgenloch , E 3) hierher zu beziehen iß, und nicht auf den damals fchon faß 30 Jahreverßorbenenjoh. G. den Alten u. feine Ehefrau Katherine Berwolf (116), fo müßte Hennemit einer fonß nie vorkommenden Kettechin verheirathet gewefen fein. Damals ver-kaufte nämlich Walter Schwarzenberg der Alte, Schöffe und Ratsgefelle zu Frankfurt ,eine Gülte auf dem Haufe Laderam zu Frankfurt , die ihm von Henne Gänsfleijch unddeffen Ehefrau Kettechin zugefallen fei (Fichard, G. G., v. Sorgenloch , E 3). DiefeVerwandtfchaft würde gut zu den fonßigen Friedberger Beziehungen Hennes paffen, deffenMutter, wie oben erwähnt, einem dortigen Gefchlecht angehört haben wird.
(II11) PETER V. SORGENLOCH genant G., Sohn des Henne (II6). Er kommt zuerßam 25.Juli 1402 vor, als fein Vater, auf feine und feiner Söhne Peter und Jorge Lebenszeit,vom Erzbifchof mit Mainzer Zinsgaden und Häufern (Merenberg, Weißenberg ) beliehenwurde (Würdtwein, Bibliotheca Moguntina, S. 220). Diefes Lehen wurde 1407 erneuert(Lehnbriefvom 7. Juni in Würdtwein , Nova Subßdia Diplomatica IV, S. 295, u. Original-revers im Darmß. Archive vom 25. Juni). Im Verzeichniß der Gefchlechter aus demJahre 1411 fteht er mit feinem Vater und feinen Brüdern (Die Chroniken der deutfdienStädteXVIII, S. 47). Am 1. Sept. 1416 hatte er mit Peter Silberberg dem Alten gemeinfameBejchwerden gegen den Ritter Frank v. Kronberg (Frankfurter Stadtarchiv, Reichs-fachen, 1583). Ueber ihre gemeinfamen Beziehungen zur Erbjchaft des Johann Gänsfleifchdes Alten ßehe bei 118. Es iß das wohl derfelbe Peter Silberberg, der 1420 ff. im Hofezum Gänsfleifch wohnte, und daraus 1425 eine Rente von 10 fl. an Jeckel zum Jungen,unter Bürgjchaft diefes Peter Gänsfleißh, verkaufte (zum Jungen, Rothbuch, S. 135). Ermag ein naher Verwandter Peters, etwa der Mann einer Vaters -Schweßer, gewefenfein. Am 25. Februar 1420 wurde er allein vom Erzbifchof zu Mannlehen beliehen miteinem Haus zu M., am Eingänge des Hofes von den Gewandgaden her, und 3 Pfd.Grundzins auf dem Haus zum Knopf unter den Schwertfegern. Mit feinem Bruder Jorgerhielt er gemeinfam, auf Lebenszeit, das ihrem verßorbenen Vater 1402 gegebene Lehen über Mainzer Häufer und Gaden. Diefes Lehen wurde 1435 erneuert. Am 18. April 1420war er Amtmann in den Montat der Propßei zu St. Victor in Weißenau, und wohnte auchdafelbß (Copialbuch v. S. Victor II , N. 52). Sein Siegel, das nach Angabe Bodmannsan der bezüglichen Originalurkunde gehangen hat, zeigt das ungeänderte Wappenbild.Die Umfchrift lautet: f. pctter. (Be infßcia. (Lofes Siegel auf der Stadtbibliothek zu Mainz, Gänsfleißh, N. 3). Peter wurde 1427 mit dem naffauijchen Lehen über die ehemals demJoh. zum Humbrecht geliehenen drei Rheinauen zwifchen Nackenheim und Ginsheim —