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vorkommende Mainzer Einwohner „Wyrich der cramir“anzufehen, der damals mit vielenandern Mainzer Bürgern geächtet wurde (Würdtwein, Diplomataria Moguntina I, S. 482).
(IV 14,15 u. 23) DieAeltern derEnnechin zu Fürßenberg waren zweifellos HERMANNSCHILLING zu Fürftenberg und feine Ehefrau ALHEID. Erßerer wird nur ein Mal in1358 erwähnt (fiehe bei V), lentere aber kommt noch bis 1382 vor (Fichard, Frankf. Archivetc., S. 183). Vor 1395 war fie verftorben (Darmft. Archiv, Urk. Mainz, Stadt, N. 873). DerVater Hermann Schillings z. F. war der gleichnamige Mainzer Bürger Herr HERMANNSchilling z. F., 1346—1356, der zu Aßheim begütert war, und 1357 als verftorben erwähntwird (Köhler, E. G., S. 78; Baur, Heff. Urk. III, N. 1578 und 1579).
(IV 17) PEDERMAN zum Efelweck, der Vater der Nefe Gänsfleifdh (I 4). Nach feinemWappen war er ein Glied der Familie zum Jungen. In dem Manufcript des Ort zum Jungen,in dem ein großer Theil der Wappen der 129 jungen Gefchlechter, die 1332Mainzverließen,gezeichnet find,;figurirt er als Peder zum Efelweg mit den 3 Jagdhörnern imWappen (Darm-ßädter Archiv, Adel, z. Jungen). Pederman fcheint frühe, vor 1339, geßorben zu fein.
(IV18) Frau ELSE genant zum Efelweck. In den Jahren 1339, 1340 und 1343 erfcheinteine Frau Elifabeth genant zum Efelwecke mit ihren Söhnen Hennekin und Friele (Darm-ßädter Archiv, Urkunden, Mainz , Stadt, N. 472a; Schaab, E. B. II, S. 540; Bodmanns Aus-züge zur Gefchichte der Mainzer Häufer, III 79, in der Habelfdien Stiftung zu München ).Sie könnte recht wol die Witwe Pedermans zum Efelweck (IV 17) gewefen fein. EinFriele Efelweck führte 1371 im Siegel das Wappen der zum Jungen (Mittheilungen ausdem Stadtarchiv von Köln , Heft VII, S. 56. Das Siegel nach Angabe des H. Dr. Hänfenan A. Wyß).
(IV 19) ORTLIEB zur jungen Aben, Bürger zu Mainz . Er erhielt 1318 Befreiung feinerzu Naffauifchem Erblehen aufgetragenen Güter zu Nordenftatt von Abgaben (Sauer, Naff.Urkundenbuch I, 3. Abth., N. 1647). Daß die zum Gelthaus feine Lehenserben waren,erhellt aus den fpäteren Lehenbriefen. Es liegt offenbar nur ein Namenswechfel vor.
(IV 24 u. 25) THILMAN (Tilo) zum Jungen und feine Ehegattin. Mit großer Wahr-fcheinlichkeit war diefer Thilman ein Schwiegerfohn des Friele zum Efelweck desAelteren, und der Vater Pedermans zum Efelweck. Er kommt in drei Urkunden desJahres 1305 als Zeuge vor (Bauer, Heff. Urk. II, N. 649. 3 Originalurkunden im Darm-ftädter Archiv, Stadt Mainz , NN. 157a, 158a u. 166. Nach Auszügen v. A. Wyß). Thil-man fcheint frühe geftorben zu fein. Seine Witwe verheirathete fich dann vermutlichwieder mit dem Petrus zur Wolkenburg, der als Schiegerfohn Frieles zum Efelwecke1314 erfcheint (Baur , Heff. Urk. II, N. 757. Siehe auch bei VII).
(IV 26 u. 27) FRILO genant zum Efelwecke der Aeltere, und feine Ehefrau ELISA-BETH. Er kommt in den bei IV 23 angezogenen Urkunden von 1305 und 1314 vor.1318 ßiftete er mit feiner Gattin den Altar der hh. Nicolaus und Catharina zu St. Quintin(fiehe bei IX A). Sein Sohn Frile E. der Junge und deffen Gattin Katharina fcheinenkeine männlichen Nachkommen hinterlaffen zu haben. Das fpäter nach dem Hofe zumEfelweck benante Gefchlecht fcheint anderer Abßammung zu fein. Es erlofch erft kurzvor 1433. Als Wappen führte die jüngere Familie zum Efelweck in Mainz 3 rothe Flügelin Weiß (Genealogie etc. der zum Jungen im Darm ßädter Archive, S. 16); das des älterenGefchlechts iß unbekannt. In dem Verzeichniß der 129 jungen Gefchlechter vom Jahre1332 kommt kein Efelweck mit dem Flügelwappen vor. Diefes Wappen führten, nach den