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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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K. SCHORBACH

vnd daz der bemelten frauwe Elften zu vbergeben, dann inen die gulte inhalt deftelbigenbrieffs ingemeyne zuftehe. Demnach vnd alfto von || ire beyder bedde 218 wegen habenwir all vnd iglicher befunder follichen briefF gefehen, gelefen vnd gehört, auch den aneargwonnigkeytt an bergamene, || an fchrifFten, ane ftegeln vnd ane preffelen nach ofFrichtigkvnd gnungfam erfunden, vnd ift verftegelt mit fünfF anhangenden gerichts infiegeln || vongrünem wachs mit namen der wirdigen vnd erfamen herre Volprecht von Dhers, ConradtBillung, Heinriche Bocke, Johan Granß vnd || Clais Schenckenberg feligen, wylant vnßerefurfare, chamerer, (chultheis vnd richtere zu Menl?e gerichts infiegele vnd lut alfto vonwort zu || wort wije hernach volgett:

Allermenliche fal wiften, das Arnolt Gelthuß zum Echtzeler qwam vor denn erbarnman (chultheis || Conradt Billung, (chultheis zu Mentje, vnd hait vergifft vnd vffgebenfür (ich vnd ftn erben Reynhart Brumßern zum Bangarten vnd || Henchin Rodenftein vndiren erben ewiglichen vnd erblichen zuhaben achtehalben gülden gelts an golde jerlichervnd ewiger widderkaufFs || gulten, vnd fullent diefelben achtenhalben gülden gelts angolde jerlicher vnd ewiger wiederkauffs gulten den vorgnanten Reynhart Brumßern || vndHenchin Rodenftein vnd iren erben alle jare jerlichen fallen vnd werden vfFfant Bonifaciendagk vnd vfF fant Barbaren tag, ye halb || vnd halb oder bynnen eyns mondes frifte nachiglichem zille vmbefangen. Vnd hait der genante Arnolt den vorgnanten ReynhartBrumßern || vnd Henchin Rodenftein vnd iren erben für die vorgefchrieben achtehalbengülden gelts an golde jerlicher vnd ewiger wiederkaufFs gulten zu || vnderphande gelachtvnd ingefetjt vyer pfunt vnd funfF fthillinge heller ewiger gulte, fo er jars fallen hait vfFdem gemaletten hufe vfF dem || Dietmargte gelegen, vnd giebt diefelben vyer pfunt vndfunfF (chilling Roriche 219 vfF dem Dietmargte, andertwerbe drythalb pfunt vnd funfF ||(chillinge heller vfF eyme hufe genante AfchofFenborg inne deme Kyrßgarten gelegengiebet der hudemecher, item funff phunt vfF eyneme hufe || vnder den kufFern bij demeWiedenhofF gelegen vnd giebet auch dafelbe huß vyer vnd zweintftgk fchillinge zu demeheyligen geifte zu grünt- || zinjfe, item drytthalb phunt vfF dem alten Rade giebt HeintjeKochs huffrauwe, item zwene gülden an golde vfF dem erbe kleyne Dymerftein. Alfto ||weres fache, das dene obgnanten Reynhart Brumßern vnd Henchin Rodenftein oder irenerben die vorgefchrieben achtehalben gülden gelts an golde jerlicher || vnd ewiger wieder-kaufFs gulten alle jare jerliche nit enwordent vfF die t^ijt vnd in der maiften, wie vorge-fthrieben ftehet, fo mogent fte die vor- || gefchrieben zinße vnd vnderpfandt mit gerichtedarfur vfFholen vnd an (ich nemmen vnd die alßdan verfemen, verpfenden, verkeufFenoder || veruftern, yr houbtgelt, erfchienen gulte vnd gerichts gelt dann von nemmen. Wordeetwaß daran vberigk, das fulte deme vorgnanten Arnolt || Gelthußvnd ftnen erben wiederwerden, ginge ine aber daran abe alfto, daß fte ire houbtgelt, erfchienen gulte vnd gerichtsgelt alle zumale || dann von nitt gehaben mochten, für denn abegangk fal vnd will dervorgnante Arnolt vor ftch vnd vnd ftn erben gut vnd behafFt ftn vnd denn || erfüllen, vndmochte man ine darfur grifFen ane iren lipvnd ane yr gutt. Vnd hait der vorgnante ArnoltGelthuß geburget für ftch vnnd || fein erben, dieß gifFtevefte vnd ftette zuhalten vnd denevorgenanten Reynhart Brumßer vnd Henchin Rodenftein vnd iren erben der vorge-fchreben || achthalben gülden gelts an golde jerlicher vnd ewiger wiederkaufFs gultenwerefchafFt zu thun, biß daß fte ftch dar vber beftetigent mit iren dryen || bennen alsrecht ift. Auch entpfingk Henne Rodenftein deme obgnanten Reynhartten, ime vnd iren