Druckschrift 
Das Geldwesen Spaniens seit dem Jahre 1772 / Fritz Rühe
Entstehung
Seite
200
Einzelbild herunterladen
 

500

200 IV. DIE INTERVALUTARISCHEN BEZIEHUNGEN DER PESETA SEIT 1883.

wandeln zu lassen, als französische Devisen anzukaufen. Dieserobere Goldpunkt wurde durch die Transport- und Versicherungs-kosten sowie den Schlagschatzverlust in Frankreich bestimmt.Eine automatische Regelung des spanisch- französischen inter-valutarischen Kurses von Frankreichs Seite aus war beimZwangskurs der französischen Banknote nicht möglich undwurde später durch die Goldprämie der Bank von Frankreich .erschwert.

So war Spanien bei Barverfassung des Goldgeldes in dergünstigen Lage, Stabilisierungen des Wechselkurses gegen Frank- reich vorzunehmen. Diese automatischen Regulierungen hieltman in Spanien für ausreichend, dachte aber niemals daran,durch Diskont- oder Devisenpolitik den Kurs, sobald er für Spanien ungünstig stand, zu regulieren und so den Barschatzder Bank wieder herzustellen.

In den Jahren 1876-1881 bewegte sich nun allerdingsder Frankenkurs meist unter dem Paristande. Der Frank wiesin dieser Zeit im mittleren Durchschnitt der Jahre folgendespositive resp. negative Agio auf:

1876

-

0,792%

1877

+ 0,276%

1878

-

0,07%

1879

+ 0,389%

1880

-

1881

-

1,066%0,46101)

Aus der damaligen günstigen Lage der spanischen Pesetagegenüber dem Franken ließen sich jedoch keinerlei definitiveSchlüsse über dauernde günstige pantopolische Verhältnisse.Spaniens ziehen. Sie bewies nur, welchen ungeheuren Einfluß

1) Es notierten also in Madrid 100 Franken

1876

=

99,208 Pesetas1877= 100,276"

1878

-

1879

1880

1881

-

-

= 99,539

99,93100,389

"

"

98,934

دو

"