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Das Geldwesen Spaniens seit dem Jahre 1772 / Fritz Rühe
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§ 12. DAS SINKEN DES PESETAKURSES.

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und erst dann, als Goldgeld wegen seiner besseren platischenVerwendbarkeit das Land verließ, dieses zu ersetzen.

Die Verhältnisse lagen aber damals in Spanien so, daß beiungenügender Produktion und starker Verschuldung des Landessämtliches Goldgeld verschwinden mußte, auch wenn der Staatkeine Silberstücke geprägt und keine Banknotenausgabe veran-laẞt hätte.

Das Defizit des Staatsbudgets betrug in den Jahren 1880/81bis 1888/89 durchschnittlich 90 Millionen Pesetas, und allediese Summen wurden jetzt im Inlande, namentlich durch Bank-notenemission und Hinterlegung von Staatsschatzscheinen beider Bank gedeckt. Ohne diese Ausgabe von Banknoten wärees wohl infolge Kontraktion der Zahlungsmittel zu Produktions-einschränkungen und Konkursen gekommen, und das Agio hätteinfolge eingeschränkten Exportes einen viel höheren Stand er-reicht, als es tatsächlich aufwies.

Für die Zahlungsmittel im Inlande kam es auf den wert-vollen oder billigen Stoff garnicht an; es genügte für sie, daßsie, ob Metallgeld, ob Banknoten, an staatlichen Kassen jederZeit unbedingt angenommen wurden.

Auf das Agio des Franken hatte aber die Erhöhung derNotenausgabe durchaus keinen Einfluß, wie man fast allgemeinnach der Schablone der Quantitätstheorie zu behaupten suchte.Die Höhe des Notenumlaufs und das gleichzeitige Frankenagioan den einzelnen Jahresenden bewiesen dies aufs deutlichste:Die Notenzirkulation betrug: Das Agio des Franken betrug:

Millionen Pesetas

0/0

1882

199,4

1,337

1883

270,4

1,337

1884

383,3

0,981

1885

469,0

3,233

1886

526,6

0,381

1887

612,1

0,801

1888

719,7

1,916

1889

735,5

4,092

1890

734,1

2,108

Rühe, Das Geldwesen Spaniens.

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