§ 12. DAS SINKEN DES PESETAKURSES.
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Bank von Spanien und der tatsächlichen Verzinsung repatriierterspanischer Papiere Gewinn zog, andererseits suchten bei höhererVerzinsung ihrer Kapitalien auch Spanier aus dem englischenhohen Diskontsatz Vorteile zu ziehen.
Hatten die finanziellen Transaktionen und der Mangel exo-dromischer Eingriffe im Jahre 1883 die Bank von Spanien zurAufgabe der Goldwährung gezwungen, so waren es im Jahre 1891dieselben pantopolischen Momente, welche das bisher in mäßigerHöhe sich haltende Agio gewaltig hinauftrieben, nicht aber wardie wachsende Notenzirkulation die Ursache, daß sich das Agioständig hoch hielt. 1)
In der nun folgenden Zeit war es Spaniern nicht mehrmöglich, nötigenfalls dem innern Verkehr Gold zu entziehen,denn durch den Verkauf spanischer Papiere durch Frankreichund das seit dem Januar 1891 von 2,10%/ bis zum Schluß desJahres auf 12,60% gestiegene Agio waren auch die bisher the-saurierten Goldstücke hervorgeholt und exportiert worden.
1) Daß die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse, nicht diegewachsene Notenzirkulation an sich, auf die Höhe des Agios wirkten,zeigte der Wechselkurs, der in gar keiner Korrespondenz zur gestiegenenNotenmenge stand. Der Notenumlauf war am 31. 12. 1890 bis zum31. 12. 1891 von 734,1 Millionen Pesetas auf 811,7 Millionen gestiegen. DerWechselkurs auf Paris zeigte aber im Maximum und Minimum der einzelnenMonate des Jahres 1891 folgendes Agio:
Minimum
Maximum
%
%
Januar
2,90
2,10
Februar
3.-
2,60
März
3,10
2,70
April
3,10
2,40
Mai
8,40
3,-
Juni
5,90
3,90
Juli
7,35
5,05
August
7,90
7,10
September
8,50
7,65
Oktober.
12,25
8,40
November
13,90
10,65
Dezember
13,90
10,40