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270 IV. DIE INTERVALUTARISCHEN BEZIEHUNGEN DER PESETA SEIT 1883.
Permanenz des Verkaufes viel größere Wirkung auf eine Besserungdes Pesetenkurses wie auf seine Stabilität haben als an vielenPunkten zerstreute Goldwerte.
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und das war diebildete auch eine
Ein großer Goldstock des Staatesentscheidende Wirkung der Goldzölleständige Drohung für die Haussespekulation in Franken. Dennsobald die pantopolischen Verhältnisse sich ungünstig gestaltetenund der Frankenkurs Neigung zum Steigen haben sollte, mußtedie Spekulation einen Eingriff des Staates befürchten.
Ein bedeutender Faktor für die Besserung der Valutawar auch die seit dem Jahre 1906 geänderte Bankpolitik.Infolge stillschweigender, nicht gesetzlich veranlaßter Verein-barung mit dem Schatzamt beteiligte sich die Bank nicht.mehr mit ihren eigenen Mittel am Devisenhandel, um privat-wirtschaftliche Gewinne daraus zu ziehen, sondern sie verhieltsich passiv und kreuzte die Absichten des Staates auf Besserungund Stabilisierung der Wechselkurse nicht mehr. Damit warendlich in Spanien eine einheitliche lytrische Politik geschaffenworden, die bis heute der Staat, nicht die Zentralbank, in dieHand genommen hat.
Infolgedessen war es dem Finanzministerium seit 1906 ge-lungen, auch die übrigen Spekulanten, welche ja bisher an derBank von Spanien ihre größte Stütze hatten, durch starken Ver-kauf von Devisen zu bezwingen. Der Frankenkurs, welcher imJahre 1906 mit 26% Agio eingesetzt hatte, schloß infolge dersich ständig bessernden Verhältnisse und des bewußten Ein-greifens des Staates in den Devisenhandel mit 8,65% Agio am31. Dezember 1906.
Wohl waren im Jahre 1906 seine Schwankungen größerals in den früheren Jahren, jedoch es kam dem Staat zunächstdarauf an, um seine Goldschulden ans Ausland leichter zahlenzu können, eine tiefere Basis des Agios zu erreichen und dannden Kurs auf Grund der gegebenen wirtschaftlichen und nicht.durch die Spekulation bedingten Verhältnisse festzuhalten; Sal-vador wollte das Agio beim Kurse von 9-10% stabilisieren.