§ 14. DIE REGULIERUNGEN DES PESETAKURSES DURCH DEN STAAT.
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den spanischen Noten zu 25 Pesetas entsprechen, weit ver-breiteter als in Spanien , wo sich im Laufe der letzten 25 Jahredie kleinen Noten trotz des völligen Schwindens von Goldgeldaus der Zirkulation nicht vermehrt haben und wo im Jahre1910 die Stücke zu 25 Pesetas nur 6,2% der Gesamtemissionausmachten. 1)
Die Ansichten über den Umlauf kleiner Noten haben sichbei den Bankleitungen und Währungspolitikern anderer Staatenin den letzten Jahren sehr geändert, und auch die Bank vonSpanien wird sich schwerlich den Gründen ihrer Vorzüge ver-schließen können.
In früheren Jahren galt es in Spanien wie in andernLändern als Axiom, es solle möglichst viel Gold im Verkehrsich befinden. Man war gegen kleine Noten, weil man an-nahm, daß sie den Umlauf von Goldstücken behinderten undGoldgeld aus dem Lande trieben.
1) Die einzelnen Abschnitte in Prozenten der Emission betrugen:im Jahre 1884im Jahre 1910
im Jahre 1891
%
%
Noten à 1000 Pes. 26,55
31,70
à 500
29
دو
21,55
12,20
à 100
وو
33,95
30,50
à 50
29
وو
وو
10,90
16,45
à 25
29
وو
7,05
9,15
%
25,80
12,30
38,30
17,40
6,20.
Nach der Zeitschrift ,, El Economista" betrugen im Jahre 1902 inandern Ländern, z. B. in Italien, Rußland und Portugal die kleinen 25-Peseten- oder geringeren Stücken entsprechenden Banknoten 30% derEmission. In Holland stellten 1911 die 10- Gulden- Noten fast 50 % derNotenausgabe dar.
In Spanien könnte sich bei dem geringen Umlauf kleiner Notensehr leicht derselbe Fall ereignen wie in Italien, wo trotz eines größerenProzentsatzes kleiner Noten Mangel daran besteht und die Banca d'Italiasich im August 1911 außerstande sah, der großen Nachfrage nach kleinenNoten zu genügen und ein Agio von 5,3 per Tausend dafür fordern mußte.Allerdings hat die Bank von Spanien einen viel größeren Bestand angroßen Silbermünzen, aber diese sind wegen ihrer Schwere und derteuern Transportkosten im Publikum höchst unbeliebt.
Rühe, Das Geldwesen Spaniens.
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