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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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G. FRHR . SCHENK

der Eitest seines Geschlechts verleyhen und besitzen soll, gestift; welches Bischoff Petrusdaselbsten conflrmiret. Laut Brieffs in latinisch.

Auf diefe Urkunde wird sich auch, trotj fehlerhafter Subtraction, der Eintrag im Schuld-buch des Ort z. Jungen (a. a. O., S. 228) vom Jahre 1476 beziehen, wonach er hatte auchbriff über Altar zu Sant Quetin zu Mentz, hat bischoff Peterus bestediget; ist 192Jar alt. Die Sellechin Jude, gefeffen zu Landeck, bei der 1468 die Fundationsurkundeaufbewahrt wurde, war offenbar die 1473 vorkommende Witwe des Ort (Gelthaus zu)Landeck, des Bruders der Clara z. Jungen zu Oeftrich, die eine geborene Jude undSchwerer des Jeckel Jude war (Copialbuch v. St. Agnes im Darmgädter Archiv, N. 61;z. Jungen, Rothbuch, S. 82 u. 132).

Zweifel erweckten anfänglich die folgenden Nachrichten, die auch die Urfache der indiefer Hinficht erfolglos gebliebenen Ermittelungen im vaticanifchen Archive waren.Sie führen direct auf Angaben des Ort zum Jungen zurück. Die erfte geht in feinereigenhändigen Aufzeichnung für feine Söhne, die im Darmgädter Archive (Adel, zumJungen) verwahrt wird; die andere findet fich bei Fichard, G. G., Humbrecht (Auch beizum Jungen, Rothbuch, S. 683 u. Fr. G. Ch. I, S. 320, III f. 51): Item Hanss Hornickhat auch 1 briff uber 1 altar zu Ste. Qintin, den Myrchin inhat, ist von Henne Humbrechtuff mich erstorben, uff (!) Henne zum Jongen wegen, und Herjohan Myrgin hat mitHenne Gensfleisch darumb gekrieget unt hot ime mit recht gewonnen. Die zweitedamit übereingimmende Notiz lautet: Item sali man wissen, dass Henne Humbrachtgesessen in Franckfurt ein altar, zu St. Quintine zu Meintz gelegen, geluwen hatt herrnJohann Merchen, nach lüde der fundatione zu lyhunge im dem LXXVII jahr ungefehrlich.Darwiedersatztesich Henne Gensfleisch, richter zuMeintz, und lye den altar eyme andern,und die kriegten mit einander und quam gen Rome, da gewann hr. Johann Merchen denaltar, dem Henne Humbracht den altar geluhen hatte, nach lüde des lyhungsbrief, undden hatte Hans Horneck 4 zu Erbach hinder ihme, und der wardt ans recht gedrungen,den ir ... . herus det, und hatt sie noch hinder ihme, darnach soll mann sich richten.

. und wandt h. Johann Myere abeget, so ist niemanden naeher,

der den altar zu lyhen hatt, dann Ort zum Jungen zu Franckenfurt . Auch

findet man hinter h.Johan Myrchen die römsche und andere brief wie er den altar ge-lyhen hatt von der Humbrachten syten, und nit von der Gensfleisch syte, des nehmendachte; und stehet der altar zu St. Quintine in der capeilen im kohr, da die Humbrachtenbegraben liegend, die die zynen gesatzt hantt, und liegend auch die Salmen da begraben,die die löwenköppe im Schild gesetzt handt, und findet das im seelenbuch, auch imSeelebrief zu St. Quintine geschrieben, und auch in der fundation, hinter Hans Hor-neck zu Erbach gesessen im Rinckaw, und hatt niemandt darin geredt, denn Henne

Gelthuss (verfchrieben für Gensfleifch), der Richter zu Meyntze. Darnach .

und hatt Nesse Salmen, Conrad v. Glauburg gelassen Witwe, auch die vicarien überdenselben altar zu lyhen, nach lüde ihr fundation, und hatt sie geluwen by ihren leb-tagen, findet mann in der lyhungsbrieffen (Z. Jungen, Rothbuch, S. 683 ff.Nach Ortz. Jungen des Alten eigener Hand).

Vergleicht man diefe Daten mit den Angaben von Severus (Parochiae Moguntinae,S. 14), und nimmt man dazu den Umfand, dag Ort z. Jungen und Elifabeth v. Glauburg 1492 auf diefen Altar präfentirten, fo ergibt fich, dag es fich bei diefer Nachricht des