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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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DIE URKUNDLICHEN NACHRICHTEN ÜBER JOHANN GUTENBERG .

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der feße dag des mondes zu latin genant Nouember, cronung des allerheiligßen in gott vater vnd hern, vnfers hern Calißi, von gotlicher 228 || vorfichtikeit des dritten babßes,in dem erßen jar, zufchen eilffen 229 vnd zwelff uwern in mittemdage, zu Mencz zu denbarfuf- || fen in dem großen refender 230 in myn offenbar fchriber vnd der gezugen hernachbenent gegenwertikeit perfonlich geßanden || der erfam vnd vorßchtig man Jacob Füß,burger zu Mencz, vnd von wegen Johannis Füß, fines bruders, auch do felbß gegen- ||wertigk, hatvorgeleget, gefprochen vnd offenbart, wiezufchem dem itjgenant Johan Fuß,ßnem bruder, uff ein vnd Johan Guten - || berg uff die ander parthy, dem itjgenantenJohann Guttenberg zu fehen vnd zu hören, folchen eydt dem genanten JohannFüß||nach lüde vnd inhalt des rechtfpruchs zwißhen beden parthyen geßheen, befcheidenvnd offgefaczt, durch den felben Johan Fuß || thun, 231 ein entlicher tag 232 uff hude zudiefer ßunde in die couent ßuben 233 do felbß gefetjt, geßempt 234 vnd benent fy. Vnd offdaz || die bruder deß it^genanten cloßers, noch in der couent ßuben verfamelt, nit be-kümmert nach befwert werden, ließ der genant || Jacob Fuß durch ßn boden in deregemelten ßuben erfragen, ob Johann Gudenberg oder ymant von ßnt wegen indem clofter || in obgerurter maiß wer, daz er ßch zu den fachen fchicken well. Nochfolcher fchickung vnd fragung qwamen in den gemelten || referender der erfame herHenrich Guntherj, etwan pffarrer zu fant Criftoforus czu Mencz, Heinrich Keffer vndBechtolff || von Hanauwe, diner vnd knecht deß genanten J o h a n n Guttenberg.Vnd nachdem ße durch den genanten Johann Fuße gefreget || vnd befprochen worden,waz ße do teden vnd war vmb ße do wern, ob ße auch in den fachen macht 235 hettenvon Johan Gutten - || bergs wegen, antwerten ße gemeinlich vnd in funderheit, ßeweren beßheiden von irm junchernJohann Guttenberg zu hören || vnd zu fehen,was in den fachen gefcheen wurd. Darnoch Johann Fuß verbottet 236 vnd beczuget, daser dem tag gnungk thun || weit, noch dem er offgenummen vnd gefaxt wer, vnd er auchßns widderdeyls Johann Gutenbergs vor zwelff uwern ge- || wartet het vnd nochwartet, der ßch dan felbes zu den fachen nit gefuget hett, vnd beweyß ßch do bereit vndwolfertigk, 237 1| dem rechtfpruch vber den erßen artickel ßner anfprach geßheen nochinhalt des felben gnung zu thun, den er von wort || zu wort alfdo ließ lefen mitfamptder clage vnd entwert, 238 vnd ludet alfus:

Vnd als 239 dan Johan Fuft dem obgenanten J ohan || Gutenberg zu gefprochen haitzum erften, als in dem zettel irs vberkummes 240 begriffen fy, das er Johan Guten-berg achthundert || gülden an golde vngeuerlich verlegen, 241 domit er das werde voln-brengen 242 folt, vnd ob das me oder mynner koft, ging yen nit an, || vnd dasj ohannGuttenberg ym von den felben achthundert gülden feß gülden von yedem hundert zufolde geben 243 {oll. Nu hab || er ym folch achthundert gülden uff gölte ußgenummen 244vnd ym die geben, dar an er doch kein gnungen, 245 fundert ßch beklaget, || das er derachthundert gülden noch nit habe. Alfo hab er ym ye wellen ein gnungen thun vnd habym vber die felben acht || hundert gülden noch achthundert gülden me verlacht, 246 dan erym noch lüde des obgemelten zetteis pfflichtigk fy geweß, vnd ||alfo hab er von den acht-hundert gülden, die er ym vberig verlacht hat, hundertvnd vierczigk gülden zu folde mußengeben. Vnd || wie wol ßch der vorgenant Johann Guttenb erg in der obgenantenzettel verßhrieben hait, das er im von den erften achthundert gülden || von ydden hundertfeß gülden zu folde geben foll, fo hab er ym doch folchs keyns jars ußgeracht, 247 funder