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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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DIE URKUNDLICHEN NACHRICHTEN ÜBER JOHANN GUTENBERG .

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130. Ueber Sch ö pfl i n (16941771) vgl. man Allg.deutfche Biogr. XXXII S.35968, wo [Ich auch GoethesUrtheil über diefen bedeutenden elfäß. Hißoriker findet. Ueber den Straßb. Archivar Jak. Wencker(16681743), den Enkel des Straßb. Chronißen Joh. Wencker, vgl. Allg. deutfche Biogr. XLI, S.7I0f undL. Dacheux, Les chroniques Strasbourgeoises . . . de Jean Wencker (1892) S. LXXXVIII ff, wo auchNotizen über den Wenckerfchen Nachlaß gegeben [ind.

131. Erfindung der Buchdr. S. 136 ff.

132. Centralbl. f. Bibliotheksw. VIII S. 557 ff.

133. Zeitfchr. f. Gefch. d. Oberrheins N. F. VII S. 622.

134. Academy 1896 S. 13.

135. In den Wenckerfchen Collectaneen Bl. 149 dies bei Notizen über das Helbelingzollbuch angemerkt:Unter den Handwerkern befinden ßch ettliche, fo Conßofeler geweßen, aber nach der neuen Ordnungzu den Handwerkern auf Zünften gedienet, werden dafelbß jungherren oder j u n ck e r n genennet.In Mainz war diefe Benennung ebenfalls im Gebrauch. Gutenberg wird von feinen Mainzer Gehilfenebenfo bezeichnet, wie aus dem Helmaspergerfchen Notariatsakt von 1455 (Nr. XX) hervorgeht. DieAbgefandten Gutenbergs erklären,ße weren befcheiden von irm j u n ch e r n Johann Gutenberg ...(vgl. oben S. 197).

136. Jerge Drißehn war Schultheiß zu Straßburg. Er fdieint ein habfüchtiger und prozeßliebender Manngewefen zu fein. Mir find allein 5 Rechtsßreitigkeiten bekannt, die er führte, darunter ein langwierigerProzeß gegen Schlettßadt wegen einer Erbfchaft feiner Frau. Er ßarb 1446. Ueber die Familie Dreizehnvgl. Kindler v. Knobloch, Das goldene Buch von Straßburg, S. 63 (dazu Wappenabbildung 98).

137. Aus gleichzeitigen Straßb. Urkunden vermag ich ihn als Decanus eccleßae S. Petri junioris Argen-tinenßs nachzuweifen. Ueber die Familie Heilmann vgl. Lehr, Alsace noble III 441 u. Kindler v. Knoblocha. a. O. S. 114. Das Siegel des And. Heilmann findet ßch bei Lemperß, Bilderhefte Tafel 2.

138. Diefe Unterfcheidung wurde fchon von A. E. Umbreit, Erfind, d. Buchdr. 1843 S. 41 angedeutet, dannvon A. Wyß (Quartalbl. des hiß. Vereins f. d. Gr. Heffen 1879 S. 14) fcharf durchgeführt gegen v.d. Linde.Vgl. auch meine Ausführungen in der Zeitfchr. f. Gefdi. d. Oberrheins N. F. VII S. 630.

139. Vgl. Zeitfchr. f. Gefch. d. Oberrheins N. F. VII S. 634 f u. Sammlung biblioth. Arbeiten VI S.30ff, wo ichden Lotharius-Druck auf ca. 1470 fixirt habe.

140. Einige französ. Bibliographen ftellten andere Vermuthungen auf. Laborde, Döbuts de limpr. ä Stras-bourg S. 79 glaubt, Gutenberg habe in Straßburg bereits mit dem Bibeldruck begonnen, Paul Lacroix will ihm das Speculum humanae falvationis zuweifen (Offrande aux Alsaciens 1873 S.267ffu.MoyenAge V s. v. imprimerie), A. Bernard endlich die bekannten Parifer Donatfragmente (Origine le limpr.I S. 153). Das alles find unerweisbare Behauptungen. Ebenfo verfehlt die Anßcht von E. Miffet,Le premier livre imprime connu. 1899 S. 31, das vielgenannte Rofenthalfche Miffale fpeciale könne ev.in Straßburg vor 1445 gedruckt fein. Vgl. dazu auch O. Hupp, Ein Miffale fpeciale, Vorläufer desPfalteriums von 1457 (München, Regensburg 1898) und A. Schmidt, Centralbl. für Biblioth. XVIS. 65 ff.

141. Vgl. die Zufammenßellungen bei Wetter, Erfind, d. Buchdr. S. 55257 u. S. 75368 und die Literatur-angaben in den Werken v. d. Lindes.

142. Bericht und Beurtheiiung des Werkes von C. A. Schaab (Amßerd. 1833) S. 59 f.

143. Erfind, d. Buchdr. S. 763 ff.

144. Gutenberg S. 23 ff, in der Allg. deutfchen Biographie X S. 218 und in feiner Erfind, d. Buchdr. III S.791 ff.

145. Zurückgewiefen von A.Wyß, Quartalbl. d. hiß. Vereins f. Heffen 1879 S. 15f. Von der Linde hat daraufhin wenigßens zugeben müffen, daß es ßch beim zweiten Vertrag um einungenanntes Kunßgewerbehandle (Erfind, d. Buchdr. III S. 780).

146. F. Thudichum, Nord und Süd 78 (1896) S.421 f.

147. R. Forrer, Die Kunß des Zeugdrucks (1898) S. 29 f.

148. Gefchichte des deutfchen Buchhandels I (1886) S. 38.

149. Lägen uns die Ausfagen zweier Zeugen vor, einmal die des bekannten Malers Hans Hirß (vgl. Görard,Les artistes de lAlsace II S. 179 ff) und die des Goldfchmieds Hans Roß, fo wären wir wahrfcheinlichbeffer unterrichtet über manche wichtige Punkte.

150. Vgl. R. Forrer, Die Zeugdrucke 1894 und Die Kunß des Zeugdrucks 1898 S. 22ff.

151. In Straßburg heißen Bilderbogen heute noch dialektifchHelje. Ueber die Heiligendrucker ßehe dieAusführungen von W. L. Schreiber oben S. 30 ff.