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K. SCHORBACH
286. Vgl. München , Das kanonifche Gerichtsverfahren II 2. A. S. 507 Anm. 8.
287. Aus Lerßners Chronik der Stadt Frankfurt a. M. I S. 438 mitgetheilt bei Wetter, a. a. O. S. 424 Anm.
288. Dziaßko, Sammlung bibliothekswiffenfchaftlicher Arbeiten II S. 38 und VIII S. 55 Anm. 27.
289. Journal des savants 1894 S. 410 f. Daß Gutenberg mit diefer fchlichten Pfalter-Ausgabe dem großartigangelegten Pfalterium der Firma Fuß-Schöffer habe Concurrenz machen wollen, iß nicht glaubhaft.Vielmehr wird er ßch fchon frühe mit dem Gedanken eines Pfalter-Drucks befchäftigt haben, den feineRivalen aufgriffen und mit reichen Mitteln in prächtiger Weife ausführten (1457).
290. Daß dieManung von 1454 aus Mainz ßammt, beweiß ihr Dialekt; auch für die Conjunctionesvon 1457 iß Mainz als Entßehungsort geßchert (vgl. Bernard, Orig, de l’impr. II S. 27 ff). Ob die Frag-mente des deutfchen C i f i a nu s (in Cambridge) und der verfchiedenen Donat- Ausgaben, welche mitden Typen der 36zeiligen Bibel gedruckt find, noch von Gutenberg oder fchon von Pfißer herrühren,iß noch nicht unterfucht. Ueber die geretteten Exemplare vgl. Heffels, Gutenberg S. 158 ff und Proctor,Early printed books in the British Mufeum I Nr. 61—63.
291. Der erße datirte Druck A. Pfißers iß Boners Edelßein (Bamberg, 14. Febr. 1461); vgl. Hain 8578. ImJahre 1462 erfcheint dann zum erßen Male der Name Albrecht Pfißer in der Schlußfchrift der Hißoryvon Jofeph (Hain 8749). Eine Zufammenßellung der Pfißerfchen Preßerzeugniffe findet man ambequemßen bei Heffels, Gutenberg S. 161 ff, wo auch immer die Fundorte diefer Seltenheiten ver-zeichnet ßnd.
292. Ueber die auf den Schlüjfelfchen Gütern laßende Korngülte vgl. die Urkunden bei Würdtwein, Bibi.Mogunt. S. 222 Nr. VIII und S. 233 Nr. XXI fowie Schaab, Erf. d. Buchdr. II S. 275 Nr. 129.
293. Siehe die Stelle bei Köhler, Ehrenrettung Guttenbergs S. 91 Spalte 2 unten.
294. Der Vollßändigkeit wegen will ich noch erwähnen, daß unter den Ausgaben der Schaffnei regelmäßigein Poßen von 3 Schillingen gebucht wird, die von den 4 Pfund Jahreszinfen, die Gutenberg fchuldete,alljährlich an das „Mettingeld“ abgeführt wurden. So heißt es im Rechnungsbuch 1459/60 Bl. 21*>: „Dishab ich geben von der porten an das mettin gelt das der von Richßein vnd Jordann der kamerer be-feßet hant.“ Unter diefer Rubrik ßeht immer: „Item iij ß d. von den iiij lib. vff Guttenberg.“ DieferEintrag begegnet zuerß in dem Rechnungsbuch von 1444/45, wo er lautet: „Item iij ß von den iiij lib.die Guttenberg dat.“ Zuleßt findet ßch diefer Vermerk im Schaffneibuch von 1463/64, wo er als hin-fällig durchßrichen iß (vgl. auch Anm. 203).
295. In der Handfchrift iß hinter „genant“ zuerß „Mi“ aus Verfehen gefchrieben und geßrichen.
296. Ueber das Hofgericht zu Rottweil vgl.Ruckgaber, Gefchichte von Rottweil II S. 3 ff und dazu O. Franklin,Das Reichshofgericht 1869.
297. Das Thomas-Stift gab Vollmacht, weil es „bottfchafft vff das gericht zu Rotwil nit gefchicken“ konnte.Nach Charles Schmidt (a. a. O. S. 7) gefchah dies „sans doute ä cause du peu de süretö des routes, parsuite des querelles entre cette ville et le duc Eberhard de Wurtemberg.“
298. Vgl. Franklin, Reichshofgericht II S. 7 ff. In den Ingroffaturbüchern des Mainzer Erzbifchofs Adolf II(Kreisarchiv zu Würzburg) finden ßch mehrere Fälle, wo Mainzer Unterthanen dem Hofgericht zu Rott-weil abgefordert werden. So ßeht im Ingroffaturbuch 30 Bl. 45 a eine Befchwerde Adolfs beim GrafenJohannes von Sulß aus folchem Anlaß. Darin heißt es: „wann nu der genant Henne vnfers ßifts vndvnfer burger iß vnd vnderthan, darvmb von befundern gnaden vnd fryheit vnfers ßiffts zu Menß alseine kurfurßentum vnd wir als ein kurfurß von dem heilgen riche von Romifchen keyfern vnd konigenhaben, do heißen vnd vordem wir denfelben vnfern burger inn crafFt derfelben fryheit von dem hoffe-gericht zu Rotwil vnd vor vns vnd vnfer rethe inn vnnfern hoiff...“ (1464).
299. Vgl. Rieh. Schröder, Lehrb. der deutfchen Rechtsgefchichte. 3. A. (1898) S. 567 f.
300. Nach der Schuldurkunde von 1442 (Nr. XIII) drohte Gutenberg auch die excommunicatio (Si venditores ...negligentes exißerent aut remijfi, quod tunc excommunicationis fententiae debeant fubjacere). Dieexcommunicatio wurde wohl aberlniemals gegen ihn ausgefprochen. Ueber dies Strafmittel vgl. München ,Das kanonifche Gerichtsverfahren II 2. A. S. 156fP.
301. Aus dem Druck des Catholicon von 1460 waren wohl für Gutenberg keine großen Einkünfte gefloffen,zumal er dasfelbe mit fremdem Gelde herßellte.
302. Die beiden Schreibfehler, die der Stiftsrechner bei diefem Einträge machte, zeigt unfere Nachbildung.
303. Sie alle anzuführen, wäre zwecklos, zumal ße nach Gutenbergs Tod fallen. Bei manchen derfelben ßehtnun der Name des Bürgen Brechter voran.