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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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DIE URKUNDLICHEN NACHRICHTEN ÜBER JOHANN GUTENBERG .

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329. Heffels, Gutenberg S. 121.

330. Faulmann, Illuft. Gefch. d. Buchdr. (1882) S. 84 u. 91; feine frühere Anfleht widerrief er Erfind, d.Buchdr. 1891 S. 152.

331. Kapp, Gefch. d. deutfehen Buchhandels I S. 47.

332. Die Buchdruckerkunfl, erfunden von Joh. Gutenberg, verbeffert... durch Peter Schöffer (1832) S. 24.

333. Wetter, Krit. Gefch. d. Erfind, d. Buchdr. S. 420.

334. Zu erinnern ifl auch an die Metallformen, die Gutenberg in Straßburg als nicht genügend einfchmelzenließ (vor Weihnachten 1438). Vgl. die Straßb. Prozeßakten von 1439 (Nr. XI Zeuge 14) und S. 171.

335. Chr. Fr. Geßner, Buchdruckerkunß und Schriftgießerey. II (1740) S. 207 und v. d. Linde, Erfind, d.Buchdr. III S. 685 (beide mit Abbild.). Ein unbekanntes intereffantes Druckerei-Inventar des 16. Jahrh.,das beim Verkauf der Straßb. Offizin von Jörg und Paul Mefferfchmidt vorkommt, will ich als Gegenflückhier kurz erwähnen. Für 146 Pfund Straßb. Pfennige wird veräußert:die gantj truckerey, bücher, werck-zeug, fchiff vnd gefchirr, fo zur truckerey gehörig, vberal nichts vßgenommen, dann allein drei fchrifften,zwo groß antiqua vnd ein dein grecum, follen hierinn nit begriffen fln.

336. Ueber Humery finden fleh Notizen bei Joannis, Script, rer. Mog. II S. 156; Schwarz, Primaria quaedamdocum. de orig, typogr. I S. 27; Schaab, Erfind, d. Buchdr. I S. 325f; Wetter, Erfind, d. Buchdr. S. 419Anm.; Umbreit, Erfind, d. Buchdr. S. 122 ff und vor allem Hegel, Chroniken, Mainz I (Regifler).

337. Vgl. Köhler, Ehrenrettung Guttenbergs S. 102 (mit falfcher Stammtafel).

338. Der Spruch der lufligen Bruderfchaft wurde zuerfl von A. Wyß, Quartalbl. des hiflor. Vereins f. d. Gr.Helfen 1879 S. 1 mitgetheilt (nach der Gießener Hs.). Nach dem Frankfurter Codex findet fleh der Textabgedruckt bei Hegel, Chroniken. Mainz I S. 315 ff und bei v. d. Linde, Erfind, d. Buchdr. III S. 954 ff.

339. Der Verfuch A. Bernards (De 1 orig, de limpr. II S. 4 ff), das Catholicon als einen Druck der Bechter-münze zu erweifen, ifl nicht geglückt. Daß er die Billigung von Heffels (Gutenberg S. 148) fand, wirdniemand wundern. Der Curiofltät wegen mag erwähnt werden, daß Faulmann, Erfindung der Buchdr.S. 63 u. 151 ff anfeheinend das Catholicon dem von ihm erfundenen Mainzer Drucker Jakob von Sorgen-loch zufchreiben möchte.

340. Die volle Schlußfchrift, die hier nicht bibliographifch genau zu geben war, vergl. man bei Hain, Repert.bibliogr. Nr. 2254. Als Urheber des Colophon fleht man gewöhnlich den Pfarrer Heinrich Günthervon S. Chrifloph an, den wir als Gutenbergs Vertrauten aus dem Prozeß von 1455 kennen.

341. Es heißt darin:adinventione artificiofa imprimendi ac caracterizandi absque calami ulla exaracione...Daß Peter Schöffer in fpäteren Jahren die Schlußfchrift des Catholicon theilweife nachahmte, ifl bekannt.Wie ungefchickt er es machte, darüber vgl. man bei v. d. Linde, Erfind, d. Buchdr. III S. 723 f.

342. Im Jahre 1465 betrug der Preis eines Exemplares des Catholicon 41 Goldgulden, zehn Jahre fpäternur 13 Gulden (= 91 Mark). Gegenüber den früheren Handfchriftenpreifen war dies recht billig.

343. Weitere Unterfchiede verzeichnet v. d. Linde, Erfind, d. Buchdr. III. S. 902.

344. In dem Parifer Exemplar fleht von der Hand des erflen Befltjers diefer Incunabel: Hos duos fexternosaccomidauit mihi heynricus Keppfer de moguncia... (vgl. Heffels, Gutenberg S. 173).

345. Befchrieben bei Heffels a. a. O. S. 173 f.

346. Im Jahre 1460 verwüflete Graf Gerlach von Naffau Dorf und Kirche Neuhaufen [vgl. Wagner, geifll.Stifte (Rheinheffen) II S. 426]. Der Indulgenzbrief (Fragm.) ifl nachgebildet bei A. Bernard, Delorig.de limpr. I, Tafel X. Das Original befand fleh 1810 in der Bibliothek des Grafen Razomowski in Moskau .Näheres flehe bei Heffels, Gutenberg S. 174.

347. Ueber die Offizin der Beehtermünze vgl. Heffels, Gutenberg S. 179 ff und F. W. E. Roth, DieDruckereizu Eltville 1886 S. 15 ff. Abbildungen der verfchiedenen Eltviller Typen finden fleh bei K. Burger, Monum.Germaniae et Italiae typogr. Tafel 110111.

348. Vgl. Roth, Die Druckerei zu Eltville S. 12 f.

349. Jakob Gensfleifch von Sorgenloch heirathete die Elfe Beehtermünze, eine Tochter des Heinrich B. undder Grede Schwalbach (vgl. oben S. 88, II 16).

350. Roth a. a. O. S. 10 f hat daran gedacht, daß dem H. Beehtermünze vielleicht die Benußung der Gießformender Catholicon-Typen geflattet worden fei.

351. Vgl. z. B. Bernard, De lorig. de limpr. II S. 6 ff und befonders Heffels, Gutenberg S. 143 f.

352. Vgl. Franz Falk , Die Druekkunfl im Dienfle der Kirche (1879) und Kapp, Gefch. d. Buchh. I S. 60 ff.

353. Heffels, Haarlem the birth-place of printing S. 62 f.