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W. VELKE
daraus, daß der Todestag, wie fonft in der Hand[chrift durchweg, nicht angegeben wird,fchließen, daß Sweynheim zum Genuß der Präbende nicht nach Mainz felbft zurückge-kehrt, fondern in Rom , wo er als Drucker aber nicht mehr thätig war, geblieben iß.Jedenfalls muß er enge Beziehungen zu Mainz gehabt und kann feine Kunß nur hiererlernt haben. Wilhelm velke.
Anmerklinaen ^ erner Rolevinck im Fasciculus temporum zum Jahre 1457. — Vgl. Wetter,o Krit. Gefchichte der Erfindung der Buchdruckerkunß, S. 464.
2. Dziatjko, Beiträge zur Gutenbergfrage (Sammlung bibliothekswiffenfchaftlicher Arbeiten II), S.44 ff; vgl.A. Wyß, Centralblatt für Bibliothekswesen, VII S. 412.
3. Hegel, Die Chroniken der deutfchen Städte, XVIII (Mainz II) S. 45.
4. Vgl. u. a. Dziaßko a. a. O. S. 42 Anm. 1. Die Schrift iß in Facfimiledruck von Delisle herausgegebenworden (1889).
5. Die Titel der in Betracht kommenden Werke find bei Schorbach genau angegeben. Ich nenne hier nur:v. d. Linde, Gefch. der Erfindung der Buchdruckerkunß, III S. 898 ff; Dziaßko, Was wiffen wir von demLeben und der Perfon Joh. Gutenbergs? (Sammlung bibliothekswiff. Arbeiten, VIII S. 34—51), S. 50-Roth, Die Druckerei zu Eltville, S. 10, meint, Gutenberg habe Bechtermünze die Gußformen Zum An-fertigen neuer Catholicon-Typen übergeben.
6. Buchdruckerkunß, S. 898.
7. Ebendort S. 919.
8. Hain führt 19 Auflagen diefes Werkes vor 1500 auf.
9. Von Gießformen und einer Preffe iß nicht die Rede, ße könnten allerdings in dem allgemeinen „Ge-züge und anders zu dem Druckwerk Gehörende“ einbegriffen fein.
10. J. K. Dahl, Die Buchdruckerkunß, S. 24; dagegen Wetter, S. 420. Schaab, Buchdruckerkunß, I S. 475,meint, die Unvollkommenheit des Gutenbergifchen Materiales gegenüber dem reichen Apparat Fuß-Schöffers folle mit „ettliche“ bezeichnet werden.
11. v. d. Linde, Buchdruckerkunß, S. 919; Roth, Druckerei zu Eltville, S. 11.
12. Buchdruckerkunß, I S. 325 Anm. — Roth, S. 11 Anm. 2.
13. Der Eintrag in dem auf der hießgen Stadtbibliothek aufbewahrten Seelbuch lautet (Bl. 17 v.): ConradusHumeri doctor et civis mogunt. (ohneJahr). Das Verzeichniß iß 1481 angelegt worden, und von da abßnd die Einträge genau chronologifch. Die Namen der vorher Verßorbenen find ohne beßimmte Ord-nung verzeichnet (manche Perfonen werden mehrfach aufgeführt), nur feiten iß das Todesjahr beigefügt.Nach Humery folgen Verßorbene aus den Jahren 1478, 1479, 1464, 1466, 1462.
15. Linde, Buchdruckerkunß, S. 898 Anm., erwähnt die Urkunden beiläufig. Die Abfchrift derfelben ver-danke ich der Güte des Königl. Kreisarchivars zuWürzburg,Herrn S.Göbl,deffen außerordentliches Ent-gegenkommen überhaupt mit wärmßem Dank auch hier hervorzuheben mir ein Bedürfniß iß.
16. propriis impenßs . . impreffit heißt es fpäter, als die urfprüngliche Gepflogenheit nicht mehr durch-geführt wurde, im Hortus fanitatis von Joh. Medenbach 1491.
17. Buchdruckerkunß, I S. 336 Anm. 2.
18. v. d. Linde, Buchdruckerkunß, S. 883, 891; Derfelbe, Das Breviarium Moguntinum, S. 76 ff.
19. Vgl. Dziatjko, Beiträge zur Gutenbergfrage, S. 37 Anm. 1.
20. Ebendort S. 39 Anm. 1.
21. Dziaßko, Beiträge zur Gutenbergfrage, S. 38/39. Wyß, Centralbl. f. Bibliotheksw., VII S. 411 will „cumsuis capitalibus“ auf die eingedruckten, nicht mehr eingemalten Kapitalien beziehen, „mit den dazu ge-hörigen Kapitalbuchßaben.“ Die Worte find aber wohl mit Dziaßko fo zu deuten, daß Schöffer aus-drücklich die Kapitalbuchßaben als feine Erfindung und Zuthat bezeichnen will.
22. Heffels, Gutenberg, S. 145 ff; Wyß, Centralblatt f. Bibliotheksw., VII S. 424; Roth, Die Druckerei zuEltville, S. 12. Nicht nur unverkennbar nachgeahmt ßnd die Typen dem Ablaßbriefe, fondern eine ge-naue Vergleichung ergiebt, namentlich bei einer Anzahl von Kapitalbuchßaben, daß es diefelben Letternßnd. Die mit den Typen des Vocabularius von 1472 gedruckte kleine Schrift De articulis fidei