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schäft des Zählens der Geldstücke, welches in vielen Fällen,eben weil es zu lange währen möchte, unterlassen wird: wo-durch denn große Mißbräuche und Nachteile herbeigeführtwerden. Sind Zahlungen an einem Ort zu machen, so könnensie mit barem Gelde nur sehr langsam und mit verhältnismäßiggroßen Kosten bewirkt werden. Je größer der Verkehr im Landeist, desto nötiger werden jene Noten. Der Natur der Sache nachkann jeder Kaufmann solche Noten ausgeben ... es genießt abereine Bank viel größeres und ausgebreiteteres Vertrauen als einKaufmann oder eine gewöhnliche Gesellschaft von Kaufleuten.Die Bank hat in der Regel mehr Kapital; und dann ist dasVertrauen, welches sie bei dem Publikum findet, eben darumgrößer, weil sie ein Aktienunternehmen ist.“ Mendelssohn glaubt,daß eine Bank, die ihren Vermögenszustand offen darlegen mußund die vom Staate beaufsichtigt wird, sich deshalb besondersgut als Noteninstitut eigne, daß aber Noten nur von Aktien-unternehmungen mit Erfolg ausgegeben werden.
Sehr interessant ist es, wie Mendelssohn dem Einwand, einederartige Bank könne eine Inflation herbeiführen, begegnet.„Man besorgt“, so sagt er, „daß die Bank das Land mit ihrenZetteln überschwemmen werde und dann vielleicht zahlungs-unfähig werden möchte.“ Aber „die Zettel der Landesbanksollen kein Papiergeld für den kleinen Verkehr und für jedermannwerden. Sie hat es bloß mit den Gewerbsleuten und mit den-jenigen Landwirten zu tun, die eine große Wirtschaft betreiben;und so gibt sie ihre Zettel nur in solchen Beträgen der einzelnenStücke aus, wie sie dieser Verkehr braucht und nicht kleiner“.Mendelssohn ist auch der Meinung, daß das Zettelgeld nicht dasKapital vermehre, da es ja nur Anweisungen auf Kapital dar-stelle, daß die Bank aber durch die Ausgabe ihrer Noten Veran-lassung zu erhöhter Produktion oder zur Vermehrung des Ka-pitals gebe. Er hält es nicht für ratsam, daß der Staat selbst dieseLandesbank verwalte. „Männer, die für den Staatsdienst erzogenund darin gelebt und gewebt haben, kennen das Gewerbe derIndustrie nicht so genau und sind nicht so eingelebt darin, wiees durchaus nötig ist.“
Trotzdem er sich für die Gründung einer vom Staat beaufsich-