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Zeit geschickt der Überfremdung entziehen. Trotz aller Zu-rückhaltung, die Fürstenberg übt, erleidet auch die Handels-gesellschaft unter der Inflation eine Schwächung ihres Einflusses,besonders veranlaßt durch die Beschlagnahme ihres großenBesitzes an amerikanischen Eisenbahnwerten. Fürstenberg hatwährend dieser ganzen Zeit eine Erhöhung des Aktienkapitals sei-ner Bank vermieden, ist aber gezwungen, es nach der Inflation imVerhältnis von 5:1 zusammenzulegen, also von 110 auf 22 Mil-lionen, herabzusetzen. Inzwischen konnte es aber wieder auf28 Millionen erhöht werden. Fürstenberg gelingt es, in ver-hältnismäßig kurzer Zeit der Handelsgesellschaft wieder einengroßen Teil ihrer Machtsphäre zurückzugewinnen. Ihre Aktiengehören dem Kurs nach zu den ersten Bankpapieren der BerlinerBörse, an der sie wieder seit langem als großer Geldgeber auftritt.
Am 1. Januar i93ohat Fürstenberg nach sechsundvierzigjähri-ger Tätigkeit das Amt des ersten Geschäftsinhabers mit dem einesVorsitzenden des Verwaltungsrats seiner Bank vertauscht. In sei-nem Sohn Hans Fürstenberg hat er sich einen Nachfolger heran-gebildet, der die Berliner Handelsgesellschaft in seinem Geisteweiterführen wird. Aber Fürstenberg hat sich in seiner schönenVilla in der Königsallee im Grunewald, in der er seit 1898 wohnt —hier sieht er oft führende Künstler bei sich, denn zahlreicheMaler, so vor allem Leistikow, verdanken ihm ihren Aufstieg —,noch nicht zur Ruhe gesetzt. Seine Mußestunden benutzt er, umseine Memoiren zu diktieren. Von den Jahren ungeschwächt, ver-folgt er mit lebhafter Anteilnahme und größter Aktivität dieweitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
Fürstenberg war stets allem äußeren Glanz abhold. Wie eraußer seinen Aufsichtsratsmandaten niemals ein anderes Am tausgeübt hat, so hat er alle öffentlichen Ehrungen immer abge-lehnt. Typisch für ihn ist deshalb die Erzählung, er habe demOberhofmarschall der Kaiserin, Freiherrn von Mirbach, dermehrfach in ihn gedrungen sei, sich wegen seiner vielen wohl-tätigen Stiftungen, u. a. auch für religiöse Zwecke, einen Titelzu erbitten, schließlich vorgeschlagen, ihn dann wenigstens zum„Konsistorialrat“ ernennen zu lassen.