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deutsches Unternehmen einen Vertrag mit der Sowjet-Regierungab, nach dem sie sich verpflichtet, den Russen einen Kredit von25 Millionen Goldmark zur Verfügung zu stellen. Eine deutsch-russische Handelsgesellschaft, die „Russgertorg“, wird für dieExportgeschäfte nach Rußland gegründet. „Nur mit dem hollän-dischen Kapital im Rücken konnte Wolff jenes große Handels-geschäft mit der russischen Regierung in Angriff nehmen“(Ufermann). Der Vertrag wird bereits im Januar 1924 wegeneiner Streitigkeit über die Erneuerung der der Sowjet-Regierungzu gewährenden Kredite gekündigt. Wieder als erste treffen diebeiden Sozien 1923 ein Lieferungsabkommen mit den französi-schen Besatzungsbehörden. Die Presse schlägt über diesen Ver-trag großen Lärm, „bei der Otto Wolff im Gegensatz zu HugoStinnes schlecht angeschrieben ist, weil man diesen rassereinenKölner Katholiken für einen Juden hält“ (Lewinsohn). IhreKritik verstummt aber, als bald danach Hugo Stinnes in einenähnlichen Vertrag eintritt. Ein Abkommen mit Rumänien imJahre 1927 überträgt der Firma Otto Wolff große Lieferungenvon Eisenbahnmaterial auf Reparationskonto im Werte von fast50 Millionen Mark. Nach dem Eisen und dem Kupfer wird derInteressenkreis der Firma Otto Wolff in letzter Zeit auch auf dieZinkgewinnung ausgedehnt. Otto Wolff tritt 1927 in den Auf-sichtsrat der Stolberger Zinkgesellschaft ein.
Während Otto Wolff politische Aspirationen entwickelt, in-dem er führende rheinische Zentrumsblätter, u. a. die „KölnischeVolkszeitung“ finanziert, nachdem seine Firma schon 1920 dasKorrespondenzbüro Dämmert in Berlin erworben hatte, hältsich Strauß jetzt von der Politik völlig fern. Nach seinem er-staunlichen Aufstieg zum Konzernherrscher im größten deut-schen Wirtschaftszentrum widmet er sich in seinen Mußestundenseiner Sammlung altdeutscher und mittelalterlicher Kunst.