„Wirtschaft ist nicht Privatsache, sondern Ge-meinschaftssache, nicht Selbstzweck, sondernMittel zum Absoluten, nicht Anspruch, sondernVerantwortung.“ (Walther Rathenau)
1s die Glocken den Beginn des neunzehnten Jahrhunderts
verkündeten, läuteten sie ein neues Zeitalter der Be-freiung ein. Die Geschichte der europäischen Menschheit istein ewiges Auf und Ab im Kampfe um die Freiheit des Indi-viduums. Von Jahrhundert zu Jahrhundert streift er Fesselnab, die seinen Willen beschränken, um neue Bindungen ein-zugehen.
Jetzt befreit die Französische Revolution den Untertan undmacht ihn zum Bürger, der selbst über das Geschick seinesStaates bestimmt. So wird er ledig der Schranken, die dasabsolute Königtum ihm gesetzt hat. In der gleichen Zeit ge-lingt es England, die Energie des Dampfes zu meistern. Durchdie Erfindungen stellt der Mensch die Naturgewalten immermehr in seinen Dienst. An die Stelle der Spindel tritt die Jenny-maschine, die durch den mechanischen Webstuhl ergänzt wird.Nicht nur die englische Textilindustrie nimmt durch den Siegder Maschinen- über die Handarbeit einen großen Aufschwung.Die mechanische Kraft wird auch in anderen Gewerbezweigenverwendet, man geht jetzt dazu über, in großen Hochöfen dasEisenerz mit Hilfe von Koks in Schmiedeeisen zu verwandeln.Diese Erfindungen geben „den Anstoß zu einer industriellenRevolution, einer Revolution, die zugleich die ganze bürger-liche Gesellschaft umwandelte“ (Engels). Adam Smith begleitetsie mit dem ersten System der politischen Ökonomie. Im Kampf