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Platz und die Leipziger Straße mit elektrischem Licht erleuchtet,auch in einigen Häusern gab es bereits elektrische Beleuchtung.Der Magistrat hatte den Vertrag, den er am 24. Oktober 1887mit der Gesellschaft Rathenaus geschlossen hatte, in seinem„Bericht über die Gemeindeverwaltung der Stadt Berlin in denJahren 1882—88“ gewürdigt und bewiesen, daß er das neueStadium der Technik erkannt hatte. „Die Fortschritte“, so hießes hier, „welche die Elektrotechnik mit der Erfindung derdynamoelektrischen Maschine durch Werner Siemens und derEdison-Lampe gemacht hat — Fortschritte, die in Amerikabereits zu einer sehr ausgedehnten Anwendung der elektrischenBeleuchtung für Wohnungen und Geschäftsräume geführthaben —, die außerordentlich großen Vorzüge, welche daselektrische Licht vor dem Gaslicht für diese privaten Zweckehat, legen der Stadtgemeinde die moralische Verpflichtung auf,ihren Bürgern die Möglichkeit nicht zu verschließen, sich dieseVorzüge zu verschaffen.“
Deshalb dankt Emil Rathenau in seiner Rede auf diesemBankett der städtischen Verwaltung, daß sie ihm und seinerUnternehmung gestattet habe, „an einer Schöpfung mitzu-wirken, deren epochemachende Bedeutung weit über die Grenzendieser Stadt hinausgreift“. Aber wenn er in dieser Ansprachenoch erklärt: „Die Naturkraft des neunzehnten Jahrhunderts,welche im Telegrafen und dem Telefon sich bereits überall dasBürgerrecht erworben hat, soll in Zukunft der gesamten Be-völkerung zugängig gemacht werden, dem Wohlhabenden in derForm strahlenden Lichts, dem Handwerker als Werkzeug destäglichen Gebrauches“, dann entwickelt er mit diesen Wortensein Programm. „Achtzig Jahre sind es her“, so sagt er weiter,„daß in dieser selben Straße Unter den Linden das bescheideneÖllämpchen von der ersten Gasflamme verdrängt wurde.“Emil Rathenau, der zur Welt kommt, als Deutschlands Maschi-nenepoche beginnt, wird einer der Begründer des elektrischenZeitalters.
Auf den Entdeckungen Thomas Alva Edisons und WernerSiemens’ stehend, wird dieser deutsche Jude der Schöpfer derdeutschen Elektrizitätswirtschaft. Was wäre aus den genialen