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wie Bonn und Melchior raten dringend: Nachgeben, nach-geben — wir wollen nun abwarten, ob die Entente, wie sie inAussicht gestellt, in wirtschaftlichen Fragen nachgeben wird.Ich fürchte, wir werden immer einem ,Nein £ oder einem ,FrißVogel oder stirb £ begegnen.“ Sehr treffend ist das Urteil, daser von hier aus in einem Brief über Stinnes, dessen Haltung fastzum Abbruch der Konferenz geführt hätte, abgibt: „Der ein-flußreichste Mann ist und bleibt Hugo der Große, und mansollte das Deutsche Reich in eine G. m. b. H. umwandeln mitStinnes als allein gebietendem Gesellschafter. Ich war vielleichtder einzige, der ihm, wenn’s nottat, ernsthaft opponierte. Wär’snach ihm gegangen, hätten wir am ersten Tage die Verhand-lungen brüsk abgebrochen.“
Von lebhaftestem Interesse für die Kunst erfüllt, vor allembegeistert von den Werken der Malerei, erwirbt Arnhold schonals junger Mann aus seinen ersten Ersparnissen eine Reihe vonBildern. Als er dann sein großes Vermögen erworben hat, werdendie Gemälde seine Leidenschaft und Liebe. Die Galerie Arnhold,die bedeutendste deutsche private Gemäldesammlung, zeugtnicht nur von dem Geschmack, sondern auch von dem tiefenKunstverständnis ihres Besitzers. Arnhold ist als Sammler auchein Förderer der Künstler. Trotz seiner Vorliebe für die deut-schen Römer, für Feuerbach und Böcklin — nach BöcklinsTode kauft er des Meisters Villa Bellagio in Fiesoie bei Florenzund richtet sie zu einem Böcklin-Museum ein —, fühlt er sichvor allem den Impressionisten nah verwandt. Besondere Freund-schaft verbindet ihn mit Max Liebermann. 1911 erwirbt er inRom vor der Porta Pia die Villa Massimo, um dort eine DeutscheAkademie zu errichten. Im Februar des gleichen Jahres wirder zum Ehrenmitglied der Preußischen Akademie der Künsteernannt. Im September 1911 beruft ihn der Kultusminister aufVeranlassung des Kaisers zum Mitglied der Sachverständigen-kommission für die Ankäufe der Nationalgalerie. Die Förde-rung, die er der kunsthistorischen Bibliotheca Hertziana in Romzuteil werden läßt, beweist seine enge Verbindung mit derKunst, aber auch mit der Wissenschaft. So wird Arnhold aucheiner der Hauptförderer der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.