— X65 —
An der wirtschaftlichen, politischen, geistigen und künst-lerischen Entwicklung Deutschlands bis zum letzten Augenblickteilnehmend, stirbt Eduard Arnhold am io. August 1925 plötz-lich auf einem Spaziergang in der Nähe seines geliebten ober-bayerischen Besitztums Neuhaus bei Schliersee. „Von Jugendauf“, so charakterisiert Adolf von Harnack in seiner Gedächtnis-rede bei der Trauerfeier die Persönlichkeit Arnholds — „ist ernicht einen vorgezeichneten Weg gegangen, sondern hat sichselbst seinen Weg gebahnt und sich ein großes, weites Arbeits-feld geschaffen. Auf diesem wurde er ein Meister und einer derverdientesten Männer des Vaterlandes. Hier hat er sein Glückgesucht, eben weil er nicht nach Glück trachtete, sondern nachseinem Werke, und nur das größte Werk genügte ihm, um-spannte es doch die weitesten Gebiete unseres deutschen Landes.Aber er schloß sich in dieses Werk nicht ein, sondern schenkteseine Sachkunde und Umsicht noch zahlreichen anderen.“