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1911 wird das Aktienkapital auf 36 Millionen Mk. erhöht. Ausdem kleinen Feldbahngeschäft ist in noch nicht vierzig Jahrenbis zum Kriege ein Weltunternehmen entstanden, das im Jahre
1912 11570 Arbeiter und 3300 Beamte beschäftigt. Aus demUmsatz von 150000 Mk. ist ein Umsatz von 126,5 Millionen Mk.geworden. Bis auf das Jahr 1901 kann die Gesellschaft seit ihremBestehen eine hohe Dividende abwerfen, die sich in den letztenJahren vor dem Kriege meist auf 14% hält.
Denn bei allem Expansionsdrang bleibt Benno Orenstein stetsder kühle nüchterne Rechner. Auch nach dem Kriege läßt ersich nicht von dem Rausch der Zahlen blenden, sondern ver-steht es, sein Werk in sich geschlossen zu halten. Der Krieg hatteseinem Unternehmen, das über die ganze Welt verbreitet war,die schwersten Wunden geschlagen, hatte ihm die meisten aus-ländischen Niederlassungen geraubt. Trotzdem gelingt es Oren-stein in verhältnismäßig kurzer Zeit, den Wiederaufbau durch-zuführen. Das Aktienkapital, das bis zum 1. Januar 1924 auf240 Millionen Mk. angeschwollen war, einschließlich 60 Mil-lionen Mk. zur Verfügung der Gesellschaft gehaltener Stamm-aktien, wird bei der Goldmarkumstellung auf 36 Millionen Mk.zusammengelegt, erreicht damit also wieder ungefähr die Höheder Vorkriegszeit. Als Benno Orenstein am 11. April 1926 imfünfundsiebzigsten Lebensjahre stirbt, hinterläßt er ein Werk,das ein Denkmal seines Schaffens darstellt.