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Juden in der deutschen Wirtschaft / Kurt Zielenziger
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Hüttenwerke Fritz Neumeyer A.-G. in Nürnberg, die Kropf-mühle Bayerische Graphit A.-G., die Hugo Schneider A.-G. inLeipzig, vor allem aber auch bedeutende Werke im Ausland, sodie Kupfergesellschaft Arghana Maden, die der Ausbeutung derKupferwerke der anatolischen Türkei dient, und die bereits imKriege in Betrieb genommene Bulgarische Silberblei-Mine Bul-gar-Dagh. Die Metall- und Farbwerke Oker am Harz sind be-sonders nahe dem Ilsenburger Werk verbunden, für Farbgewin-nung besteht auch die Zinkfarben A.-G. in Berlin. Mit denRütgerswerken gemeinsam beteiligt sich das Haus Hirsch 1916an der Kursächsischen Braunkohlen-Gas und Kraft G.m.b.H.,die zur Verwertung der Braunkohlennebenprodukte begründetwird. In London, Wien, Amsterdam, Mailand, Paris, Malmö,Oslo und Barcelona werden unter dem Namen der Vertretereigene Niederlassungen unterhalten. Der Krieg führt dem Hausegroße Aufträge zu, die seine Expansion erleichtern. Mit demWerk wächst auch die Geltung seines Führers. Aron Hirsch wirdVorstandsmitglied des Zentralverbandes der Walzwerk- undHüttenindustrie und sitzt in der Berliner Industrie- und Han-delskammer. Viele Gesellschaften, so die Deutsche Bank, berufenihn in ihren Aufsichtsrat. Im Jahre 192z ernennt ihn die Tech-nische Hochschule zu ihrem Dr.-Ing. e. h.

Der Krieg hat einen Teil des Werkes, das Aron Hirsch ge-schaffen hat, zerstört. Das englischeNicht-Eisen-Metall-Gesetz, in seiner Bedeutung nur der Navigationsakte Crom-wells vergleichbar, sollte die überragende Stellung der deutschenMetallhäuser treffen. Der beste Beweis für ihre Welt-bedeutung. Denn es richtete sich ausschließlich gegen dieFirma Aron Hirsch & Sohn und die beiden anderen ebenfallsvon Juden begründeten deutschen Unternehmungen. Gegendie Metallgesellschaft in Frankfurt a. M., die aus der in denvierziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts errichtetenFirma Philipp Abraham Cohen hervorging, deren hervorragend-ster Inhaber Moses nach seiner Übersiedlung nach England undseinem Übertritt zum Christentum den Namen Merton annahm.Ferner gegen die Firma Beer, Sondheimer & Co. in Frankfurta. M., deren Begründer ursprünglich Angestellte der Metall-