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Aron Hirsch, am 6. Februar 1858 geboren, wächst in Halber-stadt auf, wird nach Absolvierung des Realgymnasiums imeigenen Hause zum Kaufmann ausgebildet und bereist dannebenfalls die Welt. 1884 tritt er mit seinem 1913 verstorbenenBruder Gabriel als Mitinhaber in die Firma ein, die jetzt unterseiner Mitleitung ihre Beteiligungen weiter ausdehnt. Die Inter-essen werden auch auf australische Hütten- und Raffinierwerkeübertragen, auf die Bergbaubetriebe Mittel- und Südamerikas,wie auf Werke in Frankreich, Belgien und England. In Sibirienwird bei Wladiwostok ein großes Blei- und Zinkbergwerk durchdie Firma Aron Hirsch & Sohn erschlossen. Nach dem Todeseines Onkels Gustav übernimmt er 1898 die Leitung des Ebers-walder Messingwerks und wird 1911 nach dem Ableben Ben-jamins Seniorchef des Hauses.
Aron Hirsch geht bewußt den Schritt zum Großindustriellen.Die verschiedenen industriellen Unternehmungen seines Hauseswerden im Jahre 1906 durch die Gründung der HirschKupfer - und Messingwerke A.-G. zusammengefaßt. DieGesellschaft, die mit 8 Millionen Stammkapital ins Leben ge-rufen wird — heute besitzt sie 12 Millionen Mark — und derenAktien bald an der Börse eingeführt werden, umfaßt die Werkein Ilsenburg, in Hegermühle und übernimmt später noch andereMessingwerke, so die Neuen Berliner Messingwerke, das Messing-werk Reinickendorf und die Firma Baer & Stein in Berlin. UnterAron Hirsch steigt das Unternehmen zu einem der bedeutend-sten deutschen Messingwerke auf. Er wird der Führer der deut-schen Metallwalzindustrie. Da der Sitz des industriellen Unter-nehmens Berlin wird, verlegt auch Aron Hirsch seinen Wohnsitzum 1900 nach der Reichshauptstadt.
Ständig bestrebt, den Interessenkreis seiner Firma zu er-weitern, alle Errungenschaften der Technik zu verwerten, glie-dert Aron Hirsch dem Stammhaus Unternehmungen in allerWelt an, so daß der Hirsch-Konzern nach dem Kriege fast fünfzigverschiedene Unternehmungen besitzt oder über Beteiligungenan ihnen verfügt. Hierzu gehören das altangesehene HüttenwerkC. Wilh. Kayser & Co. in Oranienburg, die Zinkhütte Hamburg-Bilbrook, die Zinkwalzwerke Reinickendorf, die Bayerischen