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nicht sonderlich imponiert zu haben. Denn allzugroß war derAndrang am ersten Tage nicht, an dem man eine Losung von34,50 Mk. erzielte. An dem ersten Wochenmarkttage in Gerastieg sie dann auf 107 Mk.
Und doch bedeutet der i. März 1882, an dem das neueMagazin eröffnet wurde, einen Markstein in der Geschichte derdeutschen Wirtschaft. Es ist der GeburtstagdesdeutschenWarenhauses. Denn aus diesem kleinen Laden in Gera sind diePaläste der Warenhäuser entstanden. Die Gedanken, die bei derEröffnung des Geschäftes von Tietz in Gera Pate standen,setzten sich durch. Sie bildeten die Grundlage, auf der sich all-mählich das Warenhaus entwickeln konnte.
Das deutsche Warenhaus stieg aus dem Textilgeschäft empor.Es fehlt ihm zunächst völlig der Charakter des orientalischenBasars, in dem Waren der verschiedensten Art kunterbunt durch-einanderliegen. Hermann Tietz hatte in der Eröffnungsannonceseine guten Bezugsquellen hervorgehoben. Er kaufte direkt beimFabrikanten. Aber nicht nur das war etwas Neues, sondern auchdie Tatsache, daß er seinen Käufern weder Kredit gab, noch sichgar auf Handeln einließ. Der Vater des Warenhauses verpöntedie Methode des Basars! Die Preise waren vom ersten Tage anso berechnet, daß er sich nur mit einem kleinen Nutzen begnügte.Man schüttelte in Gera den Kopf. Man betrachtete fast mit Sorgeden neuen Laden in der Sorge und sah bereits das Ende des küh-nen Unternehmers voraus. Aber Tietz behielt recht. Zu denNeuerungen gehörte auch, daß er deutlich jede Ware mit ihremPreis auszeichnete und so mit der Geheimniskrämerei brach, diebis dahin überall geherrscht hatte.
Gera war zu klein, um bereits in den achtziger Jahren diesemGeschäft eine große Ausdehnung geben zu können. Schon dasPrinzip: großer Umsatz, kleiner Nutzen wirkte damals revolu-tionierend. Eine Expansion im Ausbau des Betriebes durch Hin-zunahme neuer Waren konnte erst allmählich erfolgen. Bedin-gung hierfür war eine Veränderung in der Lebenshaltung derdeutschen Bevölkerung, die sich seit langem, besonders aber seitden siegreichen Kriegen, vorbereitet hatte. Erst der steigendeMassenkonsum schafft die Grundlage für das Warenhaus.