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Mit Eifer stürzt er sich nun auf die verschiedensten Bau-projekte. In Bromberg selbst baut er ganze Stadtteile aus. DieFirma erweitert sich, und bald kann er größere Aufträge über-nehmen. Im Osten beginnt er die ersten Bahnbauten durch-zuführen. Sein Ansehen wächst. Man wählt ihn in Brombergzum Stadtverordneten. Eine schwere Erkrankung des einzigenSohnes und die große Verantwortung, die er durch die vielenAufträge der Behörden auf sich lasten fühlt, veranlassen ihn,sein Unternehmen 1905 im Dezember in eine Aktiengesellschaftumzuwandeln. Unter tatkräftiger Mitwirkung eines der führen-den Bankiers der Provinz Posen, des LandtagsabgeordnetenGeh. Kommerzienrat Louis Aronsohn, und unter Beteiligungdes Schaafhausenschen Bankvereins wird die „Julius Berger Tief-bau-Aktiengesellschaft“ mit einem Kapital von 1 Million Mk.begründet. Julius ( Berger tritt als Direktor an die Spitze desVorstandes. Louis Aronsohn übernimmt den Vorsitz im Auf-sichtsrat. Als sich das Schwergewicht der Firma immer mehrwestwärts verschiebt, verlegt man 1910 das Büro nach Berlin.
Immer schwierigere Aufgaben werden dem Hause gestellt.Unter Führung ihres Leiters und Gründers werden sie allegelöst. Die Julius-Berger-Gesellschaft führt jetzt auch Bahn-bauten im Rheinland durch, erbaut die Strecken Dümpeldorf—Lissendorf und Ahrweiler—Antweiler. In Berlin wird die Bahn-linie vom Stettiner Bahnhof bis Oranienburg viergleisig aus-gebaut. Auch der große Bahnhof Grunewald ist eine SchöpfungJulius Bergers, der inzwischen selbst nach Berlin übergesiedeltist. Man zieht ihn aber nicht nur zu Straßen- und Bahnbautenheran, man beauftragt ihn auch mit großen Arbeiten am Kaiser-Wilhelm-Kanal. Denn als Spezialgebiet sind jetzt Trocken- undNaßbaggerungen zu dem bisherigen Arbeitsfeld hinzugetreten.Der Auftragsbestand, der sich im Gründungsjahr der Aktien-gesellschaft auf 1,5 Millionen Mk. beläuft, stellt sich im Jahre1912 bereits auf ungefähr 30 Millionen Mk. Im gleichen Jahrewird das Aktienkapital der Gesellschaft auf 4 Millionen Mk.erhöht. Die Aktien sind inzwischen an der Börse eingeführtworden. Die hohe und stabile Dividende von 20% machen siezu einem beliebten Papier.