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Die Arbeiterfrage unter dem Gesichtspunkte des Vereinsrechtes / Ludwig Bamberger
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Vovbttrachtung.

dessen Vorarbeiten die Aufhebung des Verbots der s. g.Arbeitercoalitioncn in' zwei zusammengehörigen Gesetzenvon 1824 und 1825 hervorgieng, wurde im Aufang derzwanziger Jahre niedergesetzt. Das war also um die Zeitder Kongresse von Karlsbad, Aachen uud Verona , alsnoch kein revolutionärer Wind aus Frankreich oder Deutsch-land die Segel einer volksthümlichen Bewegung in Eng-land schwellen konnte, wie nach 1830 oder 1866. Viel-mehr waren es die eigenen nach vorwärts drängendenGesetze der gewerblichen Entfaltung, die durch sie erhöhteWiderstandskraft der Arbeiter, im Bunde mit den geläu-terten Begriffen einer noch neuen Wirthschaftslehre, welchedem Parlament die Nothwendigkeit beibrachten, mit denhemmenden und uugerechteu Privilegien der Arbeitgeberoffen zn brechen. Die Maschinen, das Capital und dieGrundsätze des Adam Smith haben am meisten, wennnicht gar ausschließlich, die Welt dahin gebracht, das Siegelder Knechtschaft von der Arbeit zu lösen, welches ihrenAngehörigen durch das Strafverbot gemeinsamer freierVereinbarung so lange aufgedrückt gewesen war, und bisin das letzte Jahrzehnt diesseits der Meerenge aufgedrücktblieb. Es ist nicht überflüssig auch dieß hier von vorn-herein auszusprechen, gegenüber einer immer mehr um sichgreifenden Redeweise, welche Capital, Maschinen undA. Smith nicht ohne die Zuthat einiger leisen oder lautenVerwünschungen erwähnen kann, freilich aus Vorsicht ge-wöhnlich in einem Nachsatz beifügend, daß allerdings jenerMann und jene Dinge nicht ganz vom Uebel seien, undihren Platz in- der Welt bisher nicht ganz mit Unrechteingenommen haben. Sehr hübsch hat noch ohnlängstH. V. von Unruh es hervorgehoben:Die sogenanntenAusbeuter und Anssanger, die Förderer des modernen