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Die Arbeiterfrage unter dem Gesichtspunkte des Vereinsrechtes / Ludwig Bamberger
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Dic Jnvalideiilasscn.

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geholt, um darüber Beruhigung zu verschaffen. Diegrößte fachmännische Autorität, Mr. Tucker, erklärte, aufdie anerkannten Tabellen gestützt, daß die Beiträge derbestorganisirten Union nm das Dreifache zu niedrig seien,nm ihre Verbiudlichkeiteu halteu zu können; Andere drück-ten sich gelinder ans. Aber trotz aller Beweisanstrengungeuder dagegen, verhörten Vorstände der Gewerkvereine wardkeiner der Sachverständigen ganz überzeugt. Selbst nachdem sehr eingehenden Mr. Finlaison bleibt noch eine be-deutende Lücke. (Im Buche des Grafen von Paris findensich hierüber gedrängte, aber übersichtliche Darstellungen.Trotz der Bemühuug um die Anpreisung der vnious schlägtdie Wahrheit bei ihm durch.) Das Jnteressauteste an dercontradiktorischen Verhandlung zwischen den Sachverstän-digen und den Vorstehern der englischen Gewerkvereineist aber, daß dieselben ihre Solvabilität hauptsächlich ausden verfallenden Geldern ableiten, welche vermöge An-wendung von zahlreichen Pönalklauseln confiscirt werde».Aus solchen Strafgeldern, ans zwangsweisen Austreibuugeuund verloren gehenden Ansprüchen wegen unterbrochenerBeiträge deduciren die Generalsekretäre die Zulänglichkeitder Mittel, um ihre aufrecht bleibenden Verbindlichkeitenzu erfüllen. Dagegen soll nichts eingewendet werden.Aber wie wird durch solche Erläuterungen das philanthro-pische Lied illustrirt, welches uus die Troubadours derenglische» Gewerkvereine vorsingen! Und schließlich, weildenn auf Schritt und Tritt nur die englischen Erfahrungenvorgeritten werden: welches sind denn im Punkt der Jn-validenkassen die Erfahrungen der liacl« Ilmoiig? DieMinderheit der Commission der Untersucher (die denllnions günstigen Fr. Harrison nnd Ths. Hughes) stütztsich den Anssagen der Sachverständigen gegenüber Haupt-