Auf den ersten Blick merkt man schon, dass diese Be-obachtungen sicli von den früheren sehr wesentlich unter-scheiden; in den neun Gemeinschaften, die wir früher betrachtethaben, haben 51. 0 /o der Wirthschaften Yergrösserung und 48°/oAbnahme des Besitzes aufzuweisen gehabt: liier machen diebeiden Gruppen zusammen nur 5ܰ/o der gesammten Zahl derWirthschaften aus. Die grösste Veränderung in der Besitzgrösseübersteigt in diesem Falle nicht 6 Dessjätinen; in den meistenWirthschaften hält sich die Veränderung unterhalb von 1,5Dessjätinen. Und doch hat fast ein Sechstel der Wirthschaften,welche Land verloren haben, mit der Reduction des Besitzesum mehr als die Hälfte zu rechnen gehabt.
Mit diesen das Maass der Umwälzung genau feststellendenBeobachtungen will ich diese Studie der Wirkungen der Um-theilungen auf die Vertheilung des Grundbesitzes in der Feld-gemeinschaft abschliessen. Ich will nur noch erwähnen, dass,wie es sich aus dem Vergleich der beiden letzten Tabellenmit einander ergiebt, auch im Kreise Gdow die grösseren Be-triebe Land bei der Umtheilung abgeben und die kleinerenLand gewinnen. Aus der ersten Tabelle können wir nämlichsehen, dass Wirthschaften, welche kleine absolute V ergrösserungendes Besitzes erfahren, zahlreicher sind, als diejenigen, welchekleine Verminderung erleiden; dagegen sind die Wirthschaften,denen grössere Aenderungen zu Theil werden, in der Gruppeder Land verlierenden Wirthschaften zahlreicher vertreten, alsin der der Land gewinnenden, ln der zweiten Tabelle, wo essich um relative Aenderungen der ßesitzgrösse handelt, sindumgekehrt die Land abgebenden Wirthschaften in den Kate-gorien zahlreicher, welche geringe Aenderungen erfahren, unddie Land bekommenden in den Kategorien mit relativ grossenAenderungen. Daraus folgt unmittelbar, dass eine Aenderimgvon einer gegebenen Grösse für die Wirthschaften, welche Landverlieren, von geringerer relativer Bedeutung ist, als für die-jenigen, welche Land gewinnen, d.h. dass die ersteren grösser sind.