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lich innere Deutsche Frage wäre/ denn mit der »DeutschenF rage« als solcher haben wir nichts zu schassen/ oder nur in-sofern/ als damit eine Europäische Frage verbunden wäre/alsdann hätten wir allerdings auch mitzustimmen/ aber als übereine nur Deutsche nicht. Es ist dies aber auch in der That keineinnere politische/ Deutsche Frage/ es ist eine Frage des Fort-schritts des Handels- und Scercchts, und dafür werden wirIhnen auch unsere Stimme gern mitgeben.
Präsident: Da Niemand weiter das Wort verlangt,so schließe ich die allgemeine Diskussion und gebe dem HerrnBerichterstatter das Wort.
Berichterstatter Abgcordn. Bürgers: Meine Herren!Ich glaube gewiß im Sinne der Kommission zu handeln undbin sicher/ die Zustimmung dieses hohen Hauses zu erbalteii/wenn ich die Worte des Dankes, womit derHerr Justiz-Ministerim Eingange dicserDebatte sich ausgesprochen hat, auch unsererseitsmit einem Worte des Dankes dafür erwidere/ daß die Staats-Rcgieruug das große nationale Werk/ an dessen Abschluß wirjetzt mitzuwirken haben/ so kräftig in die Hand genommen/ mitsolcher Energie gefordert und an einen Punkt gebracht/ wo esbei uns und dem anderen Hause steht/ die Sache zu Standezubringen. Meine Herren! In der Kommission hat sich von vorn-herein das Bestreben gezeigt/ dies Werk so viel und so schnellals möglich zu fördern. Ich sage mit Absicht/ so schnell/ weilnach der gegenwärtigen Situation das Unterlasten einer schnellenFörderung einem Scheitern gleichkäme. Die Stimmung derKommission hat sich auch glücklich in diesem Hause wiederholt.Keiner der Herren Redner/ welche sich in der allgemeinen Dis-kussion über den Werth des Handelsgesetzbuches ausgesprochen,hat sich dagegen erklärt, daß die Annahme des Handelsgesetz-buches überhaupt, noch dagegen, daß sie in der von der Kom-mission vorgeschlagenen Form erfolgen soll.
Ich danke besonders dem letzten Herrn Redner, dem GrafenCieszkvwski dafür, daß er für sich und seine Freunde erklärthat, mit uns für die unveränderte Annahme (und wie ich ihnverstanden habe, für die Annahme e» blnes des Gesetzbucheszu stimmen, und indem ich ihm hierfür danke, will ich es° unter-lassen, den Unterschied hervorzuheben, welcher zwischen dem Werke,welches wir jetzt berathen, und dem Antrage besteht, welchen dieHerren aus dieser Seite
(auf die Polnische Fraktion deutend)damals an das hohe Haus gestellt haben.
Meine Herreu! Ueber die einzelnen Bemerkungen, welcheder Herr Abgeordnete für Danzig , der von der Konferenz zuHeidelberg eben zurückgekommen ist, vorgebracht hat, habe ichim Ganzen nichts zu sagen. Er selbst hat sie in der Art, wieer sie vorgebracht hat, bereits in dem richtigen Sinne erledigt.