— 648 —
Präsident: Herr !)>'. von Dücsbcrg hat das Wort.
Dr. von Dliesberg: Ich muß mich dem Antrage desHerrn Dr. Brnggemann anschließen/ wenn die Berathung'diesesGesetz-Entwurfes möglichst beschleunigt werden soll/ was allerdingszu wünschen ist/ so ist es nothwendig/ daß so viel als möglichdie Mitglieder der Kommission nicht durch anderweitige Kom-missionen in ihrer Thätigkeit gehemmt werden/ das ist aber derFall z. B. bei der Handcls-Kommission, ich gehöre selbst dazuund noch mehrere Herren/ die gleichzeitig in anderen Kommis-sionen/ namentlich in der Grundsteuer-Kommission/ beschäftigtsind/ zur Justiz-Kommission gehöre ich auch. Wenn also dieVorlage rasch gefördert werden soll/ so ist es nothwendig/ eineneue Kommission zu wählen, bei der sowohl Juristen als auchdes Handels Kundige gewählt werden, die "iber in anderenKommissionen nicht sehr beschäftigt sind.
Präsident: Herr Graf von Itzenplitz hat das Wort.
Graf von Itzenplitz: Ich pflichte dem vollkommen bei,was der letzte Herr Redner gesagt hat, und will darüber wei-ter kein Wort verlieren/ nur möchte ich den Herrn von Kleist bitten, seinen Antrag dahin abzuändern, daß die neu zu wäh-lende Kommission statt aus 20, nur aus 15 Mitgliedern bestehe,denn es wird schon schwer sein, 15 Mitglieder herauszufinden,die einerseits mit dem Gegenstände vertraut, und anderer-seits nicht schon in anderen Kommissionen vollständig beschäf-tigt sind.
Präsident: Herr von Kleist-Rctzow hat das Wort.
von Kleist-Retzotv: Ich habe vier Mitglieder aus je-der Abtheilung vorgeschlagen, um möglichst den beiden Gesichts-punkten, der Justiz und des Handels, Rechnung tragen zu kön-nen/ wenn aber der Wunsch laut wird, es bei 15 Mitgliedernbewenden zu lassen, bin ich sehr gern bereit, dahin den Antragzu modifiziren.
Präsident: Ich glaube, es hat sich die Stimmung schonso deutlich ausgesprochen, daß ich wohl annehmen kann., daßdas Haus damit einverstanden ist, daß eine besondereKommission gewählt wird,
(Zustimmung)und zwar drei aus jeder Abtheilung.
(Pause.)
Es ist keine Einwendung geschehen/ ich werde zur Wahlauffordern.