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gezahlten Aktien und zur Hälfte in voll gezahlten Prioritäts-aktien oder deren respektiven Erlös auszuzahlen. Der Bauunter-nehmer war so Eigentümer der sämtlichen Aktien, und er konntenun darüber nach seinem Ermessen disponieren. Es war auchvereinbart, daß er das Recht hatte (wenn es, um die Chancendes Geldmarktes zu benutzen, nötig würde, einen Teil desKapitals, ehe derselbe durch Bauleistungen von ihm verdientwar), unter Pari zu veräußern, den Erlös aber in der Gesell-schaftskasse belassen müsse, bis er seiner Zeit zur Zahlung be-rechtigt sein würde, und daß die so asservierten Gelder ohneRücksicht auf etwaige Kursverluste ihm voll anzurechnen seien.“Nach diesem System, das später den Gegenstand heftigsterAngriffe bildet, erhält der Bahnbauunternehmer allmählich dengrößten Teil der Aktien, er muß nun versuchen, sie nach undnach zu veräußern, um auf diese Weise die für den Bau er-forderlichen Gelder zu beschaffen. Bei dem Bau der Bahnzwischen Tilsit und Insterburg ist noch der Engländer Hendrydieser Generalentrepreneur. Die weiteren Bahnbauten aber ver-sucht Strousberg dann selbst auf diese Weise durchzuführen.
Im Jahre 1863 erhält Strousberg die Konzession für denBau der Ostpreußischen Südbahn zwischen Königsberg undLyck, ein Jahr später den für die Berlin—Görlitzer Bahn.1865 baut er die Rechte Oderuferbahn, 1867 die Märkisch -Posener Bahn, 1868 die Bahn zwischen Halle—Sorau—Guben,und im selben Jahr auch noch die Strecke Hannover—Alten-beken. Die meisten Kontrakte für diese Bahnen sind denen derTilsit—Insterburger Bahn nachgebildet. An der OstpreußischenSüdbahn sind noch die Engländer beteiligt. Die Strecke begegnetdem größten Interesse in der Provinz Ostpreußen. Sind es auchmeist die unmittelbaren Interessenten, die an Strousberg wegendes Baues der verschiedenen Bahnlinien herantreten, so verstehter es, auch einflußreiche Kreise für diese Projekte zu gewinnen.An dem Bau der Berlin—Görlitzer Bahn beteiligt sich u. a.Prinz Friedrich der Niederlande, der auf Muskau residiert,ebenso der königliche Hof, weil die Linie über das Jagdgebietvon Königswusterhausen führt, außerdem die Städte Görlitz,Kottbus, die sämtlich größere Beträge an Aktien zeichnen.