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Juden in der deutschen Wirtschaft / Kurt Zielenziger
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nacks, der sich nach seinem Übertritt zum Christentum AugustNeander nennt, entstammt der gleichen Familie.

Am 30. Januar 1805 gründet Aron Hirsch sein Haus in Halber-stadt, das sich ausschließlich dem Verkauf von Harzer Hütten-produkten widmet, besonders die Erzeugnisse des Eisenhütten-werks Thale vertreibt. Aber Aron Hirsch begnügt sich nicht mitdem reinen Handel. Wie so viele seiner Glaubensgenossen willauch er, nachdem es die Gesetze jetzt gestatten, in die Produk-tion selbst eindringen, will Industrieller werden. Sein Ziel ist es,nicht nur mit Metallen zu handeln, sondern auch Metalle zuverarbeiten. So gründet er 1820 einen Kupferhammer bei Werneam Südharz. Schon 1823 beteiligt er sich an der Gründung derKupferhammer-Betriebsgesellschaft in Ilsenburg, die mit hun-derttausend Talern ins Leben gerufen wird und den Kupfer-hammer bei Ilsenburg erwirbt. Bald geht diese Gesellschaft ganzin den Besitz seiner Firma über, die er nach dem Eintritt seines1809 geborenen Sohnes Josef, Aron Hirsch & Sohn nennt. DerKupferhammer in Ilsenburg bildet das Stammwerk der Pro-duktion des Hauses Hirsch. Hier werden jetzt Kupferbarren undKupferhalbfabrikate geschmiedet und aus den Erzen das reineKupfer gewonnen.

Als Aron Hirsch stirbt, führen vier seiner Söhne das Geschäftweiter, neben Josef nun auch die Söhne aus zweiter Ehe:Gustav, Salomon und Siegmund. Die industrielle Basis wirdstark erweitert. 1863 kauft man vom preußischen Staat das seit1696 bestehende Messingwerk am Finowkanal. Das HirschscheMessingwerk in Hegermühle bei Eberswalde entsteht.Von der Kupferfabrikation ist man nun auch zur Messing-erzeugung übergegangen: Messingbleche, Messingstangen undandere Messingfabrikate werden erzeugt. Die Übernahme sowie dieEinrichtung des neuen Werks führt zu einer Trennung unterden Brüdern. Gustav Hirsch übernimmt seine Leitung, währenddie anderen in Halberstadt bleiben.

Als Josef 1871 stirbt, werden seine Söhne Benjamin (1840bis 1917) und bald danach auch Aron (gest. 1879) Mitinhaberder Firma. Benjamin wird wie sein Vater zum preußischenKommerzienrat ernannt. Viele Reisen, die ihn ins Ausland