Aordctvachtnng.
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arbeit auf ein Aequivalent verantwortlicher, überschauen-der, zu Erzeugung und Verschleiß combinirter Unterneh-mungsarbeit gehen, dazu muß man eine Ahnung von denSchwierigkeiten, Sorgen, Verwicklungen und Verantwort-lichkeiten eines großen Geschäftes haben, und die erlangtschwer, wer nicht seine eigene Haut dabei zu Markt ge-tragen. Ebensowenig kann jemand, der nicht selbst diesePlagen durchgemacht, ermessen, daß zum Jnordnung-haltcu einer Armee von Arbeitern eine Art Disciplinebenso unentbehrlich ist, wie in einer Armee von Soldaten.Freilich, wer den Austausch von Mein und Dein nichtauf den mit bürgerlicher Ehrlichkeit waltenden Selbst-erhaltungstrieb, sondern auf die Schönheit der Seelen(sittliches Pathos) baueu zu können glaubt, der gelangtauch im Flug auf die Höhe des Phalansteriums. Sollteer aber einmal einen Monat lang davon leben müssen,daß auch nur 40 Hände ein gewisses Werk zu Staudebringen, so würde-er dem Pathos schon einen Dämpferaufsetzen lernen.
In der That, die ganze Kritik wie die ganze sittlicheBasis uuserer Kathedersozialisten ist nichts anders als, einWiederaufguß auf St. Simons und Fouriers fast ver-schollene Bücher; nnd ehe dreißig Jahre vergehen, werdendie Vorschläge der Arbeitsämter und alles, was dahingehört, so angesehen werden, wie jetzt die Vorschläge zuden Phalansterien uud zu den Nationalwerkstätten Frank-reichs . Die Verbesserungen in der Welt des Erwerbeswerden niemals aus andern Revieren kommen, als ausdieser Welt selbst und deren eigenem Sinn für das wohl-verstandene Interesse der Individuen. Nur Phantasten,kalte oder warme, können sich einbilden, daß sich der Weltder Arbeit, d. h. der Menschheit überhaupt, eine nagel-