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Viertes Capitel.
bekennen/ welcher jetzt so oft und naiv von den Fran-zosen in Besprechung ihres letzten Angriffskriegs gegenDeutschlaud ausgesprochen wird: daß nämlich das Unrechteines solchen Angriffs nur in der Mangelhaftigkeit derMittel beruhe, welche den Sieg beschaffen sollen. Auchder Centralrath der Gewerkvereine verkündet diesen ober-sten Grundsatz, dem eine praktische Nichtigkeit ja nichtabzustreiten ist. Aber solchen Maximen gegenüber darfauch Niemand sich wundern, wenn der Anzugreifendeseinem Gegner das Recht zum Angriff zu nehmen sucht,indem er ihm die Mittel dazu eutzieht. Als solche Mittelerschieueu die obigen Maßregeln der Fabrikanten, welchein Folge der Einmischungen vou außen plötzlich sich ineiner großeu Gefahr befanden. Daß aber die Gefahr,die Unruhe in den Arbeiterkreisen von außen hereinge-tragen waren, darüber kann die Thatsache der eben vor-ausgegangenen Bildung des betreffenden Gewerkvereins,die häufige Anwesenheit des Verbandsanwalts an Ortnnd Stelle während des ganzen Verlaufs der Sache,können endlich die unumwundenen Proklamationen desGeneralraths des Waldenburger Gewerkvereins nicht denmindesten Zweifel lassen. Zwar versuchten die von Berlin gesandten Commissarien und der Anwalt des Gewerkver-bandes auch eine vermittelnde Stellung einzunehmen, alleinmit um so weniger Erfolg, als die Grubenbesitzer, welcheden Ursprung des ganzen Unheils in Berlin sahen, wenigLust empfanden, das Prinzip dieser Intervention durcheine gerade von dieser Seite abgetrotzte Nachgiebigkeit zuermuntern uud zu empfehlen. Die Berliner Oberleitunghatte ihrer Natur nach den Arbeitern so viel Kraftzuwachsund Vortheil von der Verbindung mit ihr verheißen, daßsie uumöglich darauf verzichten konnte, sich ohne irgend