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meidlich sind." Und daran schließend hätte ein gewissen-haftes und einsichtsvolles Organ die weitere Zumuthungum Antastung des Reservefonds mit noch viel entschiedenererSprache zurückgewiesen. Es hätte den Sinkenden gesagt,daß alle Staatsgesetze, alle Moral und Erfahrung geradeauf diese Vorrathskassen für böse Zeiten den größtenNachdruck legen; daß die Actionäre um des gemeinenWohls wegen gezwungen werden, auf einen Theil ihresNutzens im Dienste dieser Vorrathskassen zu verzichten, unddaß letztere allein dazu verhelfen können, in Zeiten derGeschäftsstockung die Entlassung der Arbeiter zu verhindernund mit Zusetzung von Kapital weiter zu arbeiten. Abervon allen diesen einfachen und gesunden Lehren hatte dasOrgan den Proclamanten nichts in Erinnerung zu bringen;ebensowenig fand es sich bemüßigt, die schnöde Sprach?,welche sie gegen die Leiter der Fabrik führten, als dasGegentheil der Versöhnlichkeit ihnen zu Gemüthe zu führen.Es begnügte sich, die Thatsache zu ignoriren, beziehungs-weise der Welt nach Kräften zu verheimlichen, und stattmit Muth uud Einsicht am rechten Ort die nützliche, aberherbe Wahrheit aufzutischen, einige unbestimmte halbeRedewendungen über das Beklagenswerthe der gegen-seitigen Starrsinnigkeit und einige dunkle Anspielungenzum Besten zu geben darauf, daß auch die Sinkendennicht vollständig auf dem rechten Weg feien. Schließlichward anch hier die Erfahrung gemacht, daß das Organund der Generalrath übereilt gehandelt hatten, wenn sieden Sinkenden in einer Weise sich anschlössen, welchediesen unbedingtes Vertrauen in ihren Sieg einflößenmußte; wenn der Anwalt in der Berathung verkündethatte, daß abermals die Organisation der Gewerkvereinesich bei dieser Gelegenheit „glänzend bewährt" habe.