Die Jiivcilitciikasini.
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Verwendungen zu Gunsten der letzteren machen beinahedas Dreifache ihrer laufenden Beiträge aus. Hierbei istübrigens zu erinnern, daß unter den Beiträgen derKnappschaftsgenossen sich auch diejenigen der drei Klassenvon Beamten befinden; die Arbeiter haben nach dem bis-herigen Statut theils (4. und 5>. Klasse) 20, theils<6, Klasse) IS Sgr. monatlich zu bezahlen. — SonstigeEinnahmen siud theils Kapitalzinsen und ökonomischeNutzungen lmit Thlr. 18,468. 13. 3. in 1870 undThlr. 21,44S. 25. 6. in 1871) theils zurückgezahlte Ka-pitalien, d. h. also Einnahmen aus dem eigenen Ver-mögen.
Getrennt vou der Knappschaftskasse ist die Kranken-Unterstützungskasse, die aus (freiwilligen) Beiträgender Vereinsgenossen erhalten wird; dieselbe hatte 1870eine Einnahme von Thlr. 8301. 21. 10. nnd 1871 vonThlr . 9423. 27. 3., und eine Ausgabe von Thlr. 3999.1. 4. uud Thlr . 3114. 4. 3.
Zu den bisherigen Vereinsanstalten soll demnächst«in Asyl für allein stehende altersschwache Vereins-Jnvaliden hinzukommen. —
Uni das durch den Krieg so stark gestörte Gleich-gewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben der Knapp-schaftskasse wieder herzustellen, bedarf es, wie in derEinleitung des Berichts bemerkt wird, einer Aende-rung des Vereinsstatuts, welche übrigens, wennauch unter anderen Gesichtspunkten, bereits vor demKriege in Aussicht genommen war. Der Entwurf einesneuen Statuts ist bereits eingereicht, und erstrebt der-selbe, zunächst zur Beseitigung der finanziellen Kala-mität, eine bedeutende Erhöhung der Beiträge der Ver-cinsgenossen und der Werkseigenthümer, trägt aber auch
Bambergcr, Arbeiterfrage.
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