ÜBER DIE METHODEN DER LANDVERTHEILUNG.
251
und das Relief des Bodens selten plötzliche Schwankungenaufweisen, im Durchschnitt niedriger als in den Uebergangs-gegenden von der Schwarzen zur Nichtschwarzen Erde sowieim Gebiete dev Nichtschwarzen Erde, namentlich in den Kreisenmit sumpfigem Boden. 1 ) Sehr klar tritt der Einfluss diesesMomentes in den Beobachtungen hervor, welche im KreiseKusnetzk gemacht worden sind; da haben die Gemeinschaften,deren Aecker aus nur einem Boden bestehen, durchschnittlich8,6 Gewanne; diejenigen, deren Aecker aus zwei Böden be-stehen 18,3, und diejenigen, wo die Aecker drei verschiedeneBöden avifweisen, selbst 20,4 Gewanne.
Der Einfluss der Entfernung von den Wohnstätten lässtsich sehr gut aus folgenden Beobachtungen ersehen, welchesich auf den Kreis Niliolajew beziehen:
Gruppen der Gemeinschaften nach derEntfernung der am weitesten gelegenenTheile der Flur vom Dorfe
Durchschnittliche Zahlder Gewanne
< 3 Werst4—5 „
6—7
8-9 „
10 „
12—15
20—30
j)
2
4
o
6— 76
7— 8
Einen sehr grossen Einfluss haben auf die Zahl der Ge-wanne die Grösse der Gemeinschaft und ihr Reichthum anLand. Je mehr Mitglieder die Gemeinschaft umfasst und je mehrLand sie pro Mitglied hat, desto mehr Gewanne werden ge-bildet. Das lässt sich wohl dadurch erklären, dass eine grössereGemeinschaft bei gleicher Versorgung mit Land, sowie einebesser versorgte bei gleicher Grösse über grössere Elächen ver-fügen, was natürlich grössere Unterschiede in der Boden-beschaffenheit und namentlich in der Entfernung der einzelnenGrundstücke von den Wohnstätten bedingt. Wie gross der Ein-
‘) W. W., S. 400.