Äorbetrachtung,
unendliche Getriebe der menschlichen Selbsterhaltungsthätig-keiten zu überschauen und zu leiten. Das höchste, wassie der obersten Ueberwachung zutrauen, ist die negativeLeistung. Uud diese ganze Ueberzeugung ist dem Stifterder Schule und seinen Jüngern nicht etwa aus abstractemNachdenken aufgegangeu, sondern das Leben mit seinenNöthen uud seinen Trieben hat sie ihnen aufgedrängt.Sie fanden den Staat vor, der noch auf der Geschlossen-heit der mittelalterlichen Institutionen ruhte, und inner-halb der amtlich gezogenen Schranken jeden und jedesan seiner Stelle festhielt, von dem kirchlichen Glaubenan, welcher dem Einzelnen zum Seelenheil bei Todes-strafe vorgeschrieben war, bis zum untersten Gewerbsberufund Geuußmittel. Sie halfen der gesteigerten Naturkraft,die wider diese Schranken andrängte, dieselben sprengen,und verlegten sich hauptsächlich auf den scharfsinnigenNachweis, daß das oberste Regiment, indem es gewohn-heitsmäßig seine Aufmerksamkeit einem engen Kreis vonerzielten Vortheilen und vermiedenen Schäden zuwendete,einer unabsehbaren Welt gehemmter Entwicklung boruirtgegenüberstand. Hinter der kleinen Welt der vom Staatin Ordnung gehaltenen künstlichen Gliederungen lag diegroße der misers. pleos und die noch größere der imKeim erstickenden Kräfte. Zusammenfallend mit einerpolitischen Bewegung, welche denselben Gegenstand vonder Seite des Rechtes ergriffen, und natürlich in innigemGeistesverkehr mit ihr, schufen sie die Wissenschaft desfreien Verkehrs, die zwar, wie jede Neuerung, einerFormel bedürfte und als durchschlagend darum die des1aisss2 passsr et laiggk?! tairs von den physiokratischenVorgängern übernahm, aber weder jemals lebensnnkundignoch flach genug war, um zu glauben, daß diese fünf