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Die Arbeiterfrage unter dem Gesichtspunkte des Vereinsrechtes / Ludwig Bamberger
Entstehung
Seite
65
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Vorbctrachtung.

künftigen Preise aller Dinge nütSicherheit vorauszuberechnen.Speculauteu und solche, die es werden wolleu, werdenuicht verfehlen, sich darauf zu stürzen.

Schlägt mau uach solcheu heftigen Anläufen dieSchluszkapitel auf, so eudigt auch hier wieder Alles in denFischschwanz der altbekannten uud kaum besprecheuswerthcnEmpfehlungen. Der Nachdruck des ganzeu Fiuale's iuBreutano's Zukuufts-Oekouomie liegt auf einer Ansprachean die Reichen, doch recht fromm und menschlich zu sein,namentlich nicht zu viel zu spekulireu und uicht noch reicherwerden zu wollen, eine Empfehlung, deren Nützlichkeit fürdie Armen von mehr als zweifelhaftem Werthe ist.' Mitdem Geständniß, daß die Productivgenossenschaften nichtdas Elixir zu seiu scheinen, durch welches die Erde sichverjünge» möchte, mit einer Anspielung darauf, daß dasGesetz die Arbeitskammeru iu die Hand nehmen möchte,wo die Freiwilligkeit nicht ausreicht, werden wir entlasseu,ohne zu wissen, ob nun in Zukunft der Staat mit derSendung,den Schwachen gegen den Starken" zu schützenlauch ein Euphemismus für Nationalwerkstätteu) auf dieBühne treten oder nur heimlich hinter den Coulissenregieren soll.

Wie mit den Büchern, so mit den Kongressen.

Von dem Schlimmsten, was in ihren Büchern steht,ließen die Veranstalter des Eisenacher Congrcsses wohl-weislich vor ihren versammelten Gläubigen nichts ver-lauten, und aus dem Unwillen, den nur einige raschvertuschte Anklänge unter einem großeu Theil der Zuhörer

> Hierüber vergleiche man Professor Viklor Böhmert's vortreff-liche Schrift,der Sozialismus und die Arbeiterfrage." Zürich 1872.Noch nicht alle Professoren halten sich von AmlSivegen für ver-pflichtet, die soziale Frage zu lösen.

Aambcrger, Arbeiterfrage. I