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Vorbetrachtung.
Besitzesverhältnisse machen; der letztere will erst einenneuen Staat zu diesem neuen Beruf erwecken. OhneZweifel ist der letztere Gedanke der consequentere.
Gegenüber dieser unerbittlichen Logik wird dann zueiner beliebten Zauberformel gegriffen: durch einsichtsvollesEntgegenkommen soll das Ungeheuer entwaffnet werden.Wenn die Arbeitgeber sich zusammenthun, um dem maß-losen, in unfruchtbarem Kreislauf sich überschlagende!!,Strikewesen den einzigen natürlichen und haltbaren Dammentgegenzusetzen, so wird gedroht, daß ans dieser Reibungder „Weltbrand" hervorgehen müsse. Könnte irgend Etwasden sozialen Krieg ermuntern und den Weltbrand hervor-rufen, so wäre es diese Art den Wolf anzukündigen.Glücklicherweise hängen von solchen Schwachheiten die Welt-geschicke nicht ab und schließlich geschieht doch immer, „wasmnß und kann geschehen."
So weit aber der Mensch mit seinem selbstbestimmtenund verantwortlichen Handeln nach dem Maß seiner Ein-sicht und Kräfte an der Bereitung der Weltgeschicke mit-zuarbeiten im Stande ist, so weit trifft das Feldgeschrei,mit welchen: unsere mehr oder minder gelehrten Weltver-besserer unter die Fahnen des Classenkriegs getreten sind,der Vorwurf einer schweren Versündigung. Gießen sieauch ani Schlüsse ihrer Traktate und Congresse noch soviel Wasser und selbst Nosenwasser in ihren Wein, nie-mals galt mehr der Satz als hier: daß der Andere dochinmitten aller schönen Redensarten von Allein nur das„Nein" vernimmt. Und der Andere das sind eben die,vor deren Verirruug die Welt zu behüten sie sich berufenfühlen.
Wir kennen sie aus der Erfahrung, diese entgegen-kommende Schönseligkeit, die sich bei nns als sittliches